Bürgerinitiative zum Lärmschutz

Bahn fährt lieber schnell als leise

Dorfen - Die Bahn macht nicht nur mobil, sie macht auch Lärm. Die Bürgerinitiative Bahnausbau fürchtet eine weitere Zunahme.

Die Anzahl der Züge auf der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing nimmt zu. Über 120 Güter- und Personenzüge verkehren mittlerweile täglich auf dieser Strecke. Der Lärmpegel steigt – auch wegen der neuen Dieselloks, die mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind. Nach dem Bahnausbau sollen täglich mindestens 220 Züge die Strecke befahren. Georg Brandhuber, Sprecher der Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“, hat sich deswegen jetzt in einem Schreiben an den Konzerbevollmächtigen der Bahn für Bayern, Klaus-Dieter Josel gewandt. Die Bahn soll die Lärmsituation überprüfen, fordert Brandhuber.  „Besonders in den Nächten, aber auch am Tag geht offensichtlich ein erheblich ansteigender Bahnlärm einher“, schreibt der BI-Sprecher und beruft sich dabei auch auf Beobachtungen von Anliegern entlang der Bahnstrecke.

Brandhuber fordert den DB-Konzerbevollmächtigten überdies auf, die Lärmsituation in Dorfen auch im Zuge des zweigleisigen Bahnausbaus zu sehen. Deshalb will die Bürgerinitiative erneut die Tieferlegung der Gleise in einen möglichst langen Trog. Ansonsten würde nach Fertigstellung der A 94 sowie des Bahnausbaus Straßen- und Bahnlärm zur Dauerbelästigung für die Bürger werden. Die bislang von der Bahn geplanten Lärmschutzwände würden hier keinen ausreichenden Schutz bieten. Besonders bei Fön könnte die Situation eintreten, „dass der Bahnlärm zusammen mit dem Straßenlärm beim Austreten über den fünf Meter hohen Schallschutzwänden bis zur Kernbebauung getragen wird“, schreibt Brandhuber. Das sei neben der Landschaftsverschandelung durch Lärmschutzwände ein weiteres gewichtiges Argument für eine Tieferlegung der Gleise.

Anton Renner

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