Albtraum Bahnübergang in einer Fotomontage: So könnte Dorfen ausschauen, wenn die Pläne der Deutschen Bahn Wirklichkeit werden. Fotos: Weingartner

Bahnausbau: Angst vor einer ästhetischen Katastrophe

Dorfen - Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ wollen Dorfens Überparteiliche kämpfen. Wie ästhetisch katastrophal ein Lärmschutz ohne Troglösung im Zuge des Bahnausbaus in Dorfen aussehen könnte, zeigte die ÜWG und eine neu gegründete Bürgerinitiative (www.bahnausbau.de) in der Bahnhofsrestauration.

„Wir wollen kein ÜWG-Süppchen kochen“, betonte Achim Steiger, Vorsitzender der Überparteilichen. Es gehe darum Belastungen durch den Bahnausbau in Dorfen „so gering wie möglich zu halten“. Dazu brauche es eine Troglösung (Absenkung der Gleise in den Untergrund). „Jetzt haben wir noch die Chance etwas zu verhindern, was wir nicht haben wollen“. Das müsse man hartnäckig gegenüber der Bahn auch fordern. Jetzt sollten sich möglichst viele in eine Unterstützerliste der Bürgerinitiative von Georg Brandhuber eintragen, die die ÜWG unterstütze. Damit soll Druck für die Troglösung aufgebaut werden und Bürgermeister Heinz Grundner Argumente für entsprechende Verhandlungen mit der Bahn liefern.

Wenn erst die Bahnplanung vorliege sei es dafür zu spät, war die Befürchtung vieler Besucher. Was Dorfen blühe, wenn die Bahn ihre Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke ohne jede Forderungen der Stadt durchführen könne, schilderte Georg Brandhuber am Beispiel Ampfing auch mit Fotomontagen zu Dorfen. Eines sei klar, sollte die Stadt keine Forderungen nach einer verträglichen Lösung stellen, werde die Bahn sicher keine Troglösung bauen und den nötigen Lärmschutz möglichst billig errichten. Wie das dann aussehe, könne man in Ampfing schon sehen: „Beton, Beton, Beton, Mauern und eine monströse Unterführung in der Ortsmitte“. Zerschnitten von Betonmauern gebe es Ampfing nicht mehr, sondern nur noch Ampfing Süd und Nord. Die Verträglichkeit mit Landschaftsbild, Wohnqualität oder Verkehr habe dabei eine untergeordnete Rolle gespielt.

Damit müsste man auch in Dorfen rechnen. Laut Brandhuber würden beidseitig der Gleise von Lappach bis Kloster Moosen rund fünf Meter hohe Mauern und eine monströse B15-Bahnüberführung errichtet. Eine Troglösung brauche es schon alleine wegen des B 15-Übergangs. (prä)

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