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Bahnausbau: Auch Wasentegernbach will Troglösung

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Dorfen – Was für Dorfen Recht ist, soll für Wasentegernbach billig sein. Die CSU Tegernbach fordert beim Bahnausbau für Wasentegernbach eine Troglösung.

Bei der Diskussion um bestmöglichen Lärmschutz und die Verhinderung einer Verschandelung des Ortsbildes durch Lärmschutzwände beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf fühlt sich Wasentegernbach vergessen. Zumindest sieht das der dortige CSU-Ortsverband so.

In einem Antrag an den Stadtrat fordert die CSU nun, die Stadt solle bei den Verhandlungen mit der Bahn nicht nur für Dorfen eine Troglösung fordern, sondern auch für Wasentegernbach. „Wenn die Kommune bereit ist, für eine entsprechende Realisierung in Dorfen einen finanziellen Beitrag zu leisten, so muss dies auch für Wasentegernbach gelten“, heißt es in dem vom CSU-Ortsvorsitzenden Josef Grundner und acht weiteren Vorstandsmitgliedern unterzeichneten Antrag.

Die Beseitigung des Bahnüberganges im Ort durch einen Brückenbau lehnt die CSU ab. „Ein ,Brückenmonster‘ würde das Ortsbild erheblich beeinträchtigen und den Ort endgültig teilen“, so die Begründung. Bürgermeister Heinz Grundner wird aufgefordert, künftig Wasentegernbach bei Gesprächen über den Bahnausbau nicht zu vergessen. „Wann immer von einer Troglösung für Dorfen die Rede ist, sollte dies im gleichem Atemzug mit derselben Lösung für Wasentegernbach verbunden werden.“

Wie die Maßnahme finanziert werden soll, darüber hat sich der CSU-Ortsverband Tegernbach aber wohl keine Gedanken gemacht. Die Bahn jedenfalls hat bislang immer klar gemacht, dass alle über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehenden Lärmschutzmaßnahmen von der Kommune bezahlt werden müssen. Für eine Trog- oder Tunnellösung in Dorfen waren schon einmal in Schätzungen 30 bis 40 Millionen Euro genannt worden. Die Dorfener Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ hat diese Zahlen aber als „unbeweisbar und deshalb unhaltbar“ eingestuft. Die Stadt wurde von der Bürgerinitiative schon im Juni 2012 aufgefordert, ein Gutachten in Auftrag zu geben. Dadurch sollten die Ausbaukosten der von der Bahn geplanten Maßnahmen mit kilometerlangen Schallschutzmauern und den damit verbundenen riesigen Über- und Unterführungen mit der von der Bürgerinitiative geforderten Tieferlegung der Gleise verglichen werden.

Anton Renner

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