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Bahnausbau: Stadt zum Handeln aufgefordert

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Horrorvorstellung für Dorfen: Lärmschutzmauern durchschneiden die Stadt, eine riesige Brücke führt darüber. Ein solches Szenario will die Bürgerinitiative verhindern. © sb

Dorfen - Die Bürgerinitiative Bahnausbau fordert von der Stadt, alles zu unternehmen, damit der Ausbau der Bahnstrecke nicht so realisiert wird, wie dies die DB Netz AG plant.

Über den Ausbau der Bahnlinie München-Mühldorf wird schon seit fast zwanzig Jahren gesprochen. Doch erst jetzt erhalten die Pläne der Bahn brisanz. Bei einem Gespräch in der Stadt hatten Vertreter der DB Netz AG kurz vor Weihnachten unmissverständlich klar gemacht, dass entstehende Mehrkosten, die aufgrund von Planungswünschen der Stadt, die über die notwendigen Planungen der Bahn hinausgingen, alleine von der Stadt zu tragen wären.

Diese Aussage hat die Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ in Alarmbereitschaft versetzt. Georg Brandhuber, der Initiator der Initiative, sieht akuten Handlungsbedarf von Seiten der Stadt. Um konkrete Zahlen zu bekommen, müsse die Stadt umgehend eine Planung in Auftrag geben, was eine Tieferlegung der Gleise, die so genannte Troglösung, wirklich kosten würde. Die in der Diskussion befindliche Summe von 30 bis 40 Millionen Euro sei „aus der Luft gegriffen“.

Brandhuber kündigte an, notfalls ein Bürgerbegehren zu initiieren, wenn die Stadt von sich aus nicht tätig werde. Gleichzeitig wird die Bürgerinitiative ihre Anstrengungen zu Mobilisierung von Unterstützern verstärken. Auch ein enger Kontakt zur ehemaligen Bürgerinitiative in Ismaning wird gesucht. Diese hatte es vor gut zehn Jahren gemeinsam mit der Kommune geschafft, eine Zerschneidung der Gemeinde beim S-Bahnausbau zu verhindern.

In die Verantwortung nehmen will die Bürgerinitiative auch die Abgeordneten aus der Region in Land und Bund. Brandhuber: „Wenn uns der Bund schon einen Verkehrsknotenpunkt mit Autobahn, Bahnausbau, und Ortsumfahrung aufs Auge drückt, dann muss er die Stadt bei einer verträglichen Verwirklichng auch finanziell unterstützen.“

Derweil gehen auch offizielle Gespräche weiter. Heinz Fischer, Stellvertreter im Amt von Landrat Martin Bayerstorfer, hat gestern Informationen der Heimatzeitung bestätigt, dass Mitte Januar in Loh ein Treffen zum Bahnausbau stattfinden wird. An dem von Bayerstorfer initiierten Termin nehmen neben Landräten und Bürgermeistern der Region auch Vertreter der Bahn wowie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil teil. Das Treffen findet allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Anton Renner

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