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Bahnausbau: Stadt soll Signal für Dorfen stellen

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Dorfen - Wichtige Weichenstellung beim geplanten Bahnausbau: Der Stadtrat soll am Mittwoch beschließen, eine Tunnel- oder Troglösung zu fordern.

In öffentlicher Sitzung befasst sich das Stadtparlament mit der Beseitigung des B 15-Bahnüberganges. Die Verwaltung hat dazu für das Gremium einen Vorschlag für einen Grundsatzbeschluss erarbeitet. Der Stadtrat soll beschließen, bei der Beseitigung der vier bestehenden Bahnübergänge an der B 15, der Staatsstraße 20 86, der Ziegelei Meindl und Kloster Moosen eine Tunnel- oder Troglösung anzustreben. Die Verwaltung soll dazu beauftragt werden, die dafür erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten.

Die Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ hat im Vorfeld der Sitzung an alle Stadträte appelliert, diesem Beschlussvorschlag zuzustimmen. Damit werde gegenüber der Bahn und allen politischen Entscheidungsträgern klar gemacht, dass die Stadtbeim Bahnausbau eine Lösung mit Tieferlegung der Gleise und Beseitigung der Schranken ohne die Errichtung von Schallschutzmauern fordere. BI-Sprecher Georg Brandhuber: „Nur dadurch kann die Stadt einer Verschandelung unserer Stadt grundsätzlich entgegen treten“.

Wer die Trog- oder Tunnellösung allerdings finanzieren soll, bleibt in dem Vorschlag der Verwaltung unerwähnt. Grobe Schätzungen gehen von mindestens 40 Millionen Euro aus, die eine derartige Lösung kosten würde. Diese Summe nannte zumindest Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) beim Bahn-Gipfel Ende Januar in Loh. Die Bürgerinitiative ist sich dieser finanziellen Problematik wohl bewusst, wie Brandhuber einräumt. „Wir werden aber dennoch beharrlich an der Verfolgung unserer Ziele weiter arbeiten.“ Dorfen stehe beim geplanten Bahnausbau vor einer „Jahrhunderchance“. Oberstes Priorität bei der Bürgerinitiative hat derzeit vor allem, weitere Unterstützer für die Ziele der BI zu finden. Derzeit unterstützen 1004 Menschendie Bürgerinitiative.

Um dem Stadtrat zu zeigen, wie wichtig es den Bürgern sei, Dorfen vor der Verschandelung durch Lärmschutzmauern zu bewahren, hat Brandhuber an die Dorfener appelliert, zur Sitzung am Mittwochabend um 19 Uhr in den Sparkassensaal zu kommen. Damit könne ein Zeichen gesetzt werden.

Anton Renner

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