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Bahnausbau: DB zahlt nicht für Sonderwünsche

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Dorfen - Eine Troglösung beim zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie München-Mühldorf für Dorfen ist reine Utopie. Die Bahn wird diese nicht bezahlen.

Wie der Dorfener Anzeiger in Erfahrung gebracht hat, haben Vertreter der Deutschen Bahn AG bei einem Gespräch in der Stadt unmissverständlich klar gemacht, dass entstehende Mehrkosten, die aufgrund von Planungswünschen der Stadt, die über die notwendigen Planungen der DB hinausgingen, alleine von der Stadt zu tragen wären.

Damit ist klar, dass eine Troglösung, wie von der Bürgerinitiative „Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ gefordert, für die Stadt nie finanzierbar ist. Die geschätzten Kosten für eine Tieferlegung der Gleise in einen Trog liegen zwischen 30 bis 40 Millionen Euro. Ein Betrag, den die Stadt nie stemmen kann.

Auch sonst gibt es offenbar wenig Konkretes von dem Gespräch zwischen Bahn und Stadt zu berichten. In einer gemeinsamen Pressemitteilung der DB Netz AG und der Stadt wurden lediglich die Punkte genannt, um die es ging und vage Aussagen, wie es weitergehen soll. Die seitens der Stadt Dorfen angedachten Park & Ride-Parkplätze auf dem südlichen Areal der Bahn sind demnach grundsätzlich vorstellbar. Einzelheiten einer möglichen Nutzung dieser Flächen durch die Stadt wird die Bahn prüfen und der Stadt hierzu ein konkretes Angebot vorlegen. „Insbesondere sollen darin die Nutzungsdauer und die technischen Mindeststandards für einen nötigen Fußgängerüberweg erläutert werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Zur Troglösung wird offiziell mitgeteilt: „Die Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge in Kloster Moosen, der Betriebszufahrt Meindl und anderer Übergänge, wären kein Hinderungsgrund für eine eventuelle Troglösung im Stadtbereich. Der Trassenverlauf würde lediglich im Bereich des Dorfener Bahnhofes nach Süden verschwenkt. Aufgrund des nur geringen möglichen Neigungswinkels der Bahntrasse wären beidseitig des Bahnhofes kilometerlange Vorläufe nötig. Für die Beseitigung des Bahnüberganges an der B 15 laufen derzeit keine Planungen der DB Netz AG.“ Im Klartext: Es wird auch kein Brückenbauwerk kommen.

Die Teilnehmer vereinbarten laut ihrer Erklärung, die Themen im nächsten Jahr in weiteren Gesprächskreisen „zur Findung konstruktiver Lösungen“ zu erörtern.

Anton Renner

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