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"Bairische Lebensart wie ein Löwe verteidigt"

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Den Sprachlöwen erhielt Wolfgang Johannes Bekh (M.). Ihm gratulierten (v. l.) Franz Bader, Hans Wiesmaier, Ehefrau Theresia, Hartwig Sattelmair, Reinhold Föckersperger, Ludwig Kirmair, Martin Bauer und Alois Unertl. F.: gse
Den Sprachlöwen erhielt Wolfgang Johannes Bekh (M.). Ihm gratulierten (v. l.) Franz Bader, Hans Wiesmaier, Ehefrau Theresia, Hartwig Sattelmair, Reinhold Föckersperger, Ludwig Kirmair, Martin Bauer und Alois Unertl. F.: gse

Erding - Der Literat, Heimatdichter und ehemalige Kreisheimatpfleger Wolfgang Johannes Bekh wurde mit dem Bairischen Sprachlöwen geehrt.

von gert seidel

Erding - Der Landschaftsverband Erding-Ebersberg des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte zeichnete Wolfgang Johannes Bekh für seinen vorbildlichen Gebrauch des Bairischen mit dem Sprachlöwen aus. „Griaß enk God liabe Leit, habt’s a Schneid, boarisch red ma heit, denn Boarisch macht gscheit“ lautete das Motto zur Feierstunde im Johanneshaus, musikalisch gestaltet von der Inninger Ziachmusi.

Franz Bader, Vorsitzender des Landschaftsverbandes, konnte neben Bekh uns seiner Frau Theresia zahlreiche Ehrengäste begrüßen, die dem Literaten, Heimatdichter und früheren Kreisheimatpfleger ihre Hochachtung aussprachen.

Der Hausherr, Dekan Reinhold Föckersperger, betonte, dass die bairische Sprache und Geschichte fest verbunden mit Glauben und Kirche sei und versicherte, „dass man die Ministranten auch immer auf Bairisch unterrichtet werden“. Grußworte sprach auch Martin Bauer, Vorsitzender des Hauptvereins des Fördervereins, der zugleich den Landesverband Ebersberg-Erding als einen der aktivsten lobte.

Für Erdings Vize-Bürgermeister Ludwig Kirmair ist „unsere Sprache ein kostbares Gut“. Er dankte Bekh, dass er „die Bairische Lebensart vorgelebt und wie ein Löwe auch verteidigt hat“. Ähnlich sprach auch Bürgermeister Hans Wiesmaier. Erst heute wisse man zu schätzen, dass Bekh „in den 70er Jahren der Zeit weit voraus war“.

Der Vorsitzende des Landschaftsverbands Bader schilderte die Heimatverbundenheit Bekhs, der neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch sein Talent für Malerei und Musik im ehemaligen Schulhaus Rappoltskirchen pflegt. Er habe „einen starken Hang zum Häuslichen, liebe das Alte, Schöne und vor allem das Bairische“.

Der Preisträger selbst dankte für die Auszeichnung mit dem Bairischen Sprachlöwen mit einer Lesung aus seinem neuesten Werk „Reserl mit’n Beserl“. Bei der Arbeit an den Versen und Reimen hätten ihm viele junge Menschen geholfen, denn „wir haben jetzt einen unheimlichen Trend zur Heimat“. (gse)

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