Technische Störung an der Donnersbergerbrücke: Probleme auf der Stammstrecke in beiden Richtungen

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Stefan Voglhuber Der 30-jährige Reimeringer lebt seinen Traum. foto: mel

Vom Banker zum Schauspieler

Inning - Den Job bei einer Bank hat Stefan Voglhuber gegen die Schauspielschule getauscht. Jetzt folgt die Belohnung: Er ist einer der beiden Preisträger des Lore-Bronner-Preises.

Der Förderpreis für Darstellende Kunst wird seit 1996 jährlich vom Bezirk Oberbayern an besonders talentierte Schauspielschüler vergeben. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und beinhaltet auch ein Engagement bei den Weilheimer Festspielen für den 30-Jährigen Nachwuchsschauspieler aus Reimering (Gemeinde Inning).

Mit dem Geld muss er erst mal Lücken füllen, verrät er. Denn als er vor fast drei Jahren den Entschluss fasste, seinen sicheren Job bei einer Genossenschaftsbank an den Nagel zu hängen, um Schauspieler zu werden, fiel auch sein Gehalt weg. Das Schulgeld für die private Schauspielschule „TheaterRaum München“ musste er aus der eigenen Tasche zahlen. Mit Nebenjobs, unter anderem als Schankkellner beim Erdinger Weißbräu, hat er das bis jetzt bestens zu Wege gebracht.

„Die Entscheidung habe ich bis jetzt nicht bereut“, sagt Voglhuber. Auch in seinem Freundes- und Bekanntenkreis habe er bis dato sehr viel positive Resonanz erfahren, weil er seinen Traum lebe. Die Ausbildung fordert ihn ziemlich, macht ihm aber auch sehr viel Spaß. Für sein ehrenamtliches Engagement und seine Freunde bleibt nur noch wenig Zeit. Voglhuber war beispielsweise jahrelang beim FC Inning aktiv. Zudem ist er Vorsitzender von Rundum Inning. Der Verein veranstaltet das lokale Faschingstreiben und das Maibaum aufstellen zusammen mit den Waldperle-Schützen. Nur das Theaterspielen in Großwimpasing lässt er nicht ausfallen. Seit zwölf Jahren steht er dort schon auf der Bühne.

Momentan steht für den Reimeringer aber in erster Linie lernen auf dem Programm - von Theatergeschichte über Körpertraining bis zur Rollenarbeit. Auch eine Sprech-Lehrerin hat er, die ihm erst einmal Hochdeutsch beibringen musste. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, gibt er zu. „Aber mittlerweile funktioniert es ganz gut.“ Geprobt wird fast täglich. Abends hat er Auftritte im Münchener „theater . . . und so fort“ in der Kurfürstenstraße 8. Dort ist er unter anderem wieder am 24. Juni in „Die Maxvorstädter Kellermorde“ zu sehen. Am Weilheimer Stadttheater spielt er im Oktober in „Die 12 Geschworenen“ mit.

Wie es mit seiner Karriere weitergeht, weiß Voglhuber noch nicht. „Reich und berühmt muss ich nicht werden“, sagt er. „Aber ich würde schon gerne mal davon leben können.“ Er sei offen für Theater, Fernsehen und Film, sollte sein Typ gefragt werden. Die Inninger werden ihn aber bestimmt noch öfter in Wimpasing sehen. „Dort will ich so lange mitspielen, wie es möglich ist.“

mel

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