Das Wetter macht den Landwirten und Pflanzen zu schaffen (v. l.): Kreisbäuerin Elisabeth Mayr, Kreis-Obmann Hans Schwimmer, Josef Hartl, Josef Algasinger, Josef Schächtl und Vize-Kreis-Obmann Georg Bichlmaier informierten. foto: fkn

Bauern klagen über schlechte Ernte: Klima-Kapriolen halten den Mais kurz

Erding - Nach dem Regen im Juni macht nun die Hitze dem Getreide zu schaffen. Beim Mais drohen Ausfälle bis zu 50 Prozent, berichtet der Bayerische Bauernverband.

Endlich Sommer, endlich warm - doch die Landwirte können sich darüber nicht freuen. „Der abrupte Wechsel von den niedrigen Temperaturen und dem vielen Regen zum jetzigen tropischen Klima ist Gift für die Pflanzen“, berichtet der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Gerhard Stock.

Gestern informierte er gemeinsam mit Kreisobmann Hans Schwimmer, Kreisbäuerin Elisabeth Mayr sowie dem Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Josef Algasinger, über die Aussichten der Ernte in diesem Jahr.

In diesen Tage habe die Ernte bei der Wintergerste begonnen. „Da können wir durchschnittliche Erträge erwarten“, so der Pressesprecher des Amtes, Josef Schächtl. Schlimm sehe es beim Winterweizen aus. Dieser sei für die Ackerbauern im Landkreis die zweitwichtigste Frucht und sei auf schweren Böden wie im Raum Fraunberg deutlich geschädigt.

„Die Abreife beginnt durch die hohen Temperaturen bereits, obwohl die Körner viel zu klein sind oder fast gar keine vorhanden sind“, so Stock. Da sei es nur ein kleiner Trost, dass die Weizenpreise in den letzten Wochen schon moderat gestiegen sind. Statt neun Euro bekomme der Erzeuger inzwischen 12 bis 13 Euro pro Doppelzentner. „Doch wer nichts erntet oder nur wenig, kann auch nichts bekommen“, so Stock.

Ähnlich übel sieht es beim Mais aus, der im Landkreis auf über 19 000 Hektar angebaut wird. Normalerweise müssten die Pflanzen zwei Meter groß sein. „Diese Höhe wird nirgendwo erreicht. An besonders guten Standorten sind die Pflanzen gerade mannshoch“, so Stock.

Bei Josef Algasinger in Großstürzlham sind sie hüfthoch. „Der Mais ist in der Entwicklung zwei Wochen zurück. Das ist nicht mehr aufzuholen. Bei den Erträgen wird es bis zu 50 Prozent weniger geben“, so Stock.

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