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Ihren Abschluss feierten die Absolventen der Mittelschule Finsing beim Gasthof Neuwirt in Oberneuching. Mit dabei waren auch die Lehrer Roland Dietz (l.) und Christina Lehmer (2. v. l.) sowie Schulleiter Stephan Rettig (oben, r.).

Abschluss Mittelschule Finsing

„Baut euch ein farbenfrohes Puzzle!“

37 Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Finsing bekamen bei der Abschlussfeier beim Gasthof Neuwirt ihre Zeugnisse überreicht.

Oberneuching– Für 37 Schülerinnen und Schüler war am vergangenen Donnerstag die Schulzeit an der Mittelschule Finsing zu Ende. 23 von ihnen haben einen qualifizierenden Mittelschulabschluss erreicht.

Beim Neuwirt Oberneuching gab es nicht nur die Zeugnisse, sondern später wurde auch im liebevoll dekorierten Saal gebührend Abschied gefeiert. Schulleiter Stephan Rettig dankte in seiner Ansprache zunächst den Organisatoren des Gottesdienstes, mit dem der Abend für die Absolventen begonnen hatte. Rettig nutzte unter dem Motto „Ich packe meine Koffer und nehme mit ...“ das Thema Reise als roten Faden für seine Rede. Denn „das Leben ist eine lange große Reise, ein ständiges Einsteigen, Aussteigen und Ankommen“, so der Schulleiter. Die meisten der Schüler seien in der fünften Klasse in den „Zug der Mittelschule eingestiegen“, nun verlassen sie ihn als junge Erwachsene wieder.

Viele Zugbegleiter hätte es gegeben, auch solche, die mühsam durch die Pubertät geführt hätten. Nun ist ein Ziel erreicht. „Als Zugführer der MS Finsing möchte ich mich bei allen bedanken, die uns begleitet haben“, richtete Rettig seinen Dank auch an die Eltern. „Erwachsenwerden heißt, Verantwortung zu übernehmen für sein eigenes Handeln“ erklärte Rettig. Jetzt ginge der Weg mit der Berufsausbildung oder einer anderen Schule weiter. Wichtig sei nun, sagte Rettig, sich „von Stopps, Umwegen und Verspätungen“ nicht entmutigen zu lassen.

Lehrer Roland Dietz blickte zurück auf eine ereignisreiche Zeit, in der aufgrund der ständig wachsenden Schülerzahl von seinem Beginn als Klassenleiter in der siebten Klasse aus 23 Schülern schließlich 38 wurden und die neunte Klasse gesplittet werden musste. Er erinnert an den Anfang der siebten Klasse mit einer Reise nach Regenstauf. „Das war eine klasse Woche, friedlich und ohne Ärger.“ Dietz ließ erwähnte aber auch, dass mit der wachsenden Schülerzahl Probleme auftraten. Doch sein Fazit lautete: „Es war eine schöne Zeit. Geht euren Weg weiter und bleibt so, wie ihr seid!“

Lehrerin Christina Lehmer fand deutliche Worte in ihrer Ansprache. Zwar verabschiede sie, wie ihr Kollege Roland Dietz, ebenfalls zum achten Mal die Absolventen. Doch nie sei es ihr so schwer gefallen, sich auf eine Rede vorzubereiten. „Ich möchte nicht alles schön reden, aber auch nichts hinterherreden, also wird es kurz“, verweist sie auf eine turbulente Zeit.

Lehmer verglich den Lebensweg mit einem Puzzle, für das der Schulabschluss ein neues Teilchen bereitlegt. „Von den Teilen gibt es schwarze und bunte, aber alle gehören zum Leben dazu.“ Die Schüler seien jetzt selbst verantwortlich für die Puzzleteile, die manchmal passen, aber manchmal auch kantig seien. Dann müsse man auch mal eine Ecke abbrechen, damit sie sich einfügen lassen. „Euch stehen nun alle Wege offen“, ermunterte die Lehrerin, „akzeptiert die grauen und kantigen Puzzlesteine und baut euch ein farbenfrohes Puzzle!“ (Henry Dinger)

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