Bayern-Rock stürmt amerikanische Charts

Dorfen - Die Durststrecke von Fred Guggenberger war lang: 14 Jahre hat er seine Demotapes überall in Deutschland verschickt. Jetzt stürmt er die amerikanischen Internet-Charts.

Im eigenen Studio, Guggenberger wollte unabhängig von der Musikindustrie sein, produzierte der heute 34-Jährige 14 Jahren lang Demotapes, die er in ganz Deutschland verschickte. "Aber es kamen nur Absagen, weil ich zu alt, zu klein, zu dick oder sonstwas war." Unvorstellbar sei für viele auch gewesen, dass er als Bayer Rock und nicht Volksmusik macht.

Anfang Juli kam Guggenberger dann auf die Idee seine Lieder im Internet bei "broadjam.com" hochzuladen. "Die vermitteln zwischen Bands und der Industrie", so der Rocker. Dann passierte erstmal nichts. "Doch nach zwei Wochen hatte ich die ersten Einträge", berichtet Guggenberger immer noch ganz mitgenommen. "We love you" war dort zu lesen. Noch erstaunter war der Musiker über den Absender: der kam aus den USA.

Für Guggeneberger schlug dann jeden Tag eine neue Bombe ein. Sein Song "Who kills Alex" kletterte unaufhaltsam in den weltweiten Rock/Roots-Charts der Hompage bis auf Platz eins. "Dann kamen die ersten Anfragen von amerikanischen Radiosendern, ob sie meine Songs spielen dürfen", freut er sich. Immer mehr Musikfans laden sich seine Songs aus dem Internet runter. Erwartet habe er diesen Erfolg jedoch nicht. "Da sind unglaublich viele Bands gespeichert, zum Teil Profis. Das Niveau ist sehr hoch."

Auch seine Songs mit der Dorfener Sängerin Brigitte Wimmer, mit der er zusammen als "Familiar Souls" auftritt, erreichen gute Plätze bei Broadjam und werden neben den USA auch in England und Schottland im Radio gespielt. In Deutschland sind die Stücke von einer großen Plattenfirma abgelehnt worden, "weil die Musik nicht zu ihrem Haus paßt".

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