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BenefizGala

Hörgenuss zugunsten des Hospizvereins

Klassische Orchesterwerke auf sehr hohem Niveau bekamen die Gäste der Benefizgala aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Symphonieorchesters Mühldorf in der Goldachhalle in Sankt Wolfgang geboten. Die ohnehin professionelle Besetzung wurde durch freundschaftliche Kontakte des Dirigenten und Komponisten Georg Haider aus Hubenstein um die Teilnahme des Männerchors Dorfen unter Leitung von Ernst Bartmann bereichert.

St. Wolfgang– Die Spenden gehen, ebenso wie die des Konzerts im Stadtsaal Mühldorf am Abend davor, an die Hospizvereine Mühldorf und Erding. „Hospizarbeit geschieht ehrenamtlich – und kostet doch Geld“, führten Dr. Johannes Schollen, Vorsitzender des Christophorus Hospizvereins Erding, und Peter Coellen vom Anna-Hospizverein Mühldorf, in ihrem Grußwort an und baten um Unterstützung. Der Ehrenvorsitzende der Mühldorfer Vereinigung, Hans Dworzak, saß als Cellist selbst auf der Bühne.

Den Auftakt machten Orchester und dann Chor mit Mozarts „Marsch der Priester“ und „O Isis und Osiris“ aus der „Zauberflöte“. In einem Sprung um mehr als 100 Jahre Musikgeschichte setzten Sänger und Instrumentalisten das Programm mit Gustav Mahlers „Wer hat dies Liedlein erdacht“ fort. Stimmgewaltig betrat dabei die Mezzosopranistin Franziska Rabl aus München die Bühne und beeindruckte ebenso durch das folgende „Rheinlegendchen“. Beiden Kunstliedern liegen Texte aus der romantischen Gedichtsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ zugrunde. Bestens zur Besetzung passte dann Beethovens „Gefangenenchor“ aus dessen einziger Oper „Fidelio“.

Mit einer Anekdote kündigte Schollen Haydns „Sinfonie Nr. 94“ an. Angeblich wurde die auch „Paukenschlagsinfonie“ genannte Komposition so geschrieben, dass sie eingeschlafenes Publikum aufwecken sollte. Von vier Kollegen aus Mühldorf unterstützt, sang Rabl nach großem Applaus eine Zugabe – Franz Schuberts „Ständchen Zögernd, Leise“.

Seinen ersten Auftritt im April 1957 hatte das Orchester bei der Einweihung des neuen Gebäudes der Kreissparkasse Mühldorf.

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