Benefizkonzert

Ein Klassik-Abend mit rührenden Momenten

Taufkirchen - Auf eine „musikalische Zeitreise, von Richard Wagner bis Konstantin Wecker“ stimmte Sepp Niedermeier die Zuhörer in der vollbesetzten Taufkirchener Schulturnhalle ein.

Der 80-Jährige hatte im Rahmen des Taufkirchener Kultursommers ein Benefizkonzert für das Mehrgenerationenhaus organisiert, mit Stargast Willi Schwinghammer. Niedermeier wünschte den Gästen noch „einen genussvollen Abend“ - und er hatte nicht zu viel versprochen.

Die Liedertafel Taufkirchen, unter der Leitung von Christian Rott, stimmte das Publikum gelungen ein, bis Schwinghammer das erste Mal die Bühne in seiner Heimat Taufkirchen betrat und den schwermütigen Karfreitagszauber aus Wagners Parsifal darbot. Wunderschön dann auch der erste gemeinsame Auftritt von Schwinghammer und Sopranistin Andrea Rable, mit Mozarts La ci darem la mano aus Don Giovanni.

„Lieber Sepp, das ist für dich“, sagte Schwinghammer schmunzelnd und widmete Niedermeier das heiter-frivole Lied „Die Beichte“ von Franz von Suppé. Nach Rables Puppenarie aus Hoffmanns Erzählungen von Jaques Offenbach folgte der erste Auftritt von dACor Isen, unter der Leitung von Andrea Traber. Diese hatte am Konzertabend Schwerstarbeit zu verrichten, begleitete sie doch die Künstler am Flügel und griff zwischendurch auch noch zur Violine. Außerdem hatte sie das Konzert arrangiert - und das absolut gelungen. Auch der zweite Teil war abwechslungsreich und ausgesprochen hörenswert. Erst nach der dritten Zugabe durften die Künstler die Bühne endgültig verlassen.

Aber der Abend hatte auch seine rührenden Momente. So als Schwinghammer einen Blumenstrauß an seinen Entdecker Niedermeier überreichte mit den Worten: „Vielen Dank, dass du mich unterstützt und immer an mich geglaubt hast, und dass ich so oft in Taufkirchen auftreten durfte.“ Oder als der Sänger einen innigen Dank an seine Eltern richtete, die ihn immer „alles freiwillig haben machen lassen und mich nie zu irgendetwas gedrängt haben“.

Impressionen vom Benefizkonzert in Taufkirchen

Impressionen vom Benefizkonzert in Taufkirchen

Und dann verabschiedete sich Niedermeier auf und von der Bühne. Recht herzlich bedankte er sich bei Andrea Traber für die jahrelange Zusammenarbeit („Ein Konzert ohne Andrea ist undenkbar“), die aber nun aus zwei Gründen zu Ende gehe: „Erstens sollte man mit 80 Jahren aufhören, und zweitens habe ich es meiner Irmi versprochen.“ Bei Schwinghammer bedankte er sich ebenfalls herzlich. „Veranstaltungen mit dir waren stets ein Erlebnis“, meinte Niedermeier gerührt. „Ich wünsche dir viel Glück auf allen Bühnen dieser Welt und vergiss Taufkirchen nicht.“

Als der gelungene Konzertabend nach rund zweieinhalb Stunden schließlich zu Ende war, schien der Applaus nicht mehr abebben zu wollen: Tosender Beifall nicht nur für die großartigen Künstler, sondern auch für Sepp Niedermeier.

Wolfgang Krzizok

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