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Voneinander lernen: Das machten die italienischen Schüler und die deutschen Azubis. Zusammen mit ihren Ausbildern und Projektleiter Koch (r.) von der Berufsschule Erding im Lehrdock der Luftwaffen im Fliegerhorst.

Fliegerhorst 

Azubis arbeiten an „lebenden“ Flugzeugen

Erding/Bergamo – Den Arbeitsalltag bei einer Fluggesellschaft und an der Boeing 737-800 lernten acht Auszubildende vom Fliegerhorst Erding in Bergamo kennen. Im Rahmen des EU-Bildungsprogramms „Erasmus+“ waren die Lehrlinge der Ausbildungswerkstatt für zwei Wochen bei Ryanair in Italien.

Maximilian Haas, im dritten Lehrjahr in der Ausbildung zum Fluggerätmechaniker, Fachrichtung Instandhaltungstechnik, war einer von ihnen: „Es war ein aufregendes Erlebnis, an einem „lebenden Flugzeug zu arbeiten, das nach unseren Überprüfungen und den Wartungsarbeiten wieder in die Lüfte aufstieg.“ Im Gegensatz dazu werde in der Ausbildungswerkstatt Erding nur an reinen Ausbildungsflugzeugen gearbeitet, die nie wieder fliegen. „Deshalb waren wir in Bergamo noch viel konzentrierter, da sich jeder seiner Verantwortung bewusst war. Niemand möchte für ein Problem in der Luft verantwortlich sein.“

Um den Zeitdruck von den Azubis zu nehmen, wurden sie alle in Spät- oder Nachtschichten eingeteilt. Die Maschinen, die sie mit ihren Vorgesetzten, den italienischen Mechanikern, überprüften und instand setzten, flogen meist erst wieder am nächsten Morgen weiter. Man verständigte sich auf Englisch. Das war nicht neu für die Erdinger, „da auch wir an unseren Flugzeugen mit in Englisch geschriebenen Wartungs- und Instandsetzungsanweisungen arbeiten“, erzählte Haas. Ihm gefiel die Art, wie die italienischen Arbeitskollegen miteinander umgingen. „Sie sind alle sehr freundlich zueinander und verstehen sich gut. Fast wie eine Familie, in der alle nett aufgenommen wurden.“

Zum Gegenbesuch kamen acht italienische Schüler der technischen Fachoberschule für Luftfahrttechnik aus Udine nach Erding. Sie setzten ihr theoretisches Wissen an den Flugzeugen um, etwa am Ausbildungstornado und dem -Starfighter. Am Hubschrauber BO-105 wurden die Rotorblätter abgebaut, an einem Kolbenmotor das Ziehen eines Zylinders geübt und die Kraftstoffpumpe gewechselt.

Mit einer kleinen Grillfeier wurden die italienischen Besucher verabschiedet. Beide Austauschgruppen lobten das EU-Programm.  red

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