Erdinger Bergdrama Tirol
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Bergdrama in Tirol: Im Kaisergebirge bei Walchsee ist am Dienstag ein 54-jähriger Erdinger vor den Augen seiner Freundin in den Tod gestürzt.
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Bergdrama in Tirol: Im Kaisergebirge bei Walchsee ist am Dienstag ein 54-jähriger Erdinger vor den Augen seiner Freundin in den Tod gestürzt.

Bergdrama in Tirol

Erdinger stürzt in den Tod

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Walchsee - Bergdrama in Tirol: Im Kaisergebirge bei Walchsee ist am Dienstag ein 54-jähriger Erdinger in den Tod gestürzt.

Der Notruf bei der Alpinpolizei in Innsbruck ging am Dienstag um 14.10 Uhr ein. Eine 45-Jährige aus Lichtenau (Kreis Ansbach) teilte mit, dass ihr Begleiter abgestürzt sei. Sie könne aber nicht zu ihm absteigen. Beim Eintreffen der ersten Retter stellte sich heraus: Dem 54 Jahre alten Erdinger konnte nicht mehr geholfen werden.

Die beiden Bergsteiger waren am Vormittag hoch über Walchsee, einer 1800-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Kufstein in Tirol, zu einer anspruchsvollen Tour aufgebrochen. Sie waren nach Angaben von Bernhard Gruber von der Polizei in Innsbruck auf dem Winkelkar-Wanderweg unterwegs. Das Unglück geschah zwischen der Vorderen und Hinteren Kesselschneid, so Gruber weiter.

„Der Mann ging voraus, die Frau folgte ihm. Um kurz nach 14 Uhr blieb der Mann stehen, um seine Begleiterin vor einer Gefahrenstelle zu warnen. Er selbst sicherte sich ab, in dem er sich an einem Felsblock festhielt“, erklärte Gruber auf Anfrage unserer Zeitung.

Dann geschah das völlig Unvorhersehbare: Laut Gruber brach ein etwa 50 Zentimeter großer Teil aus dem Fels. Der Erdinger verlor den Halt und stürzte mitsamt dem Stein etwa 70 Meter tief in das Kar. „Er dürfte auf der Stelle tot gewesen sein“, sagte Gruber.

Die Frau wählte den Notruf. Ein Rettungshubschrauber und der Polizeihelikopter Libelle aus Innsbruck flogen zur Absturzstelle. Die Crew des Rettunghubschraubers seilte sich ab, doch der Notarzt konnte dem Erdinger nicht mehr helfen. Der Helikopter landete unweit der Unglücksstelle und nahm die Wanderin auf. Sie wurde ins Tal geflogen und dort nach den Worten des Polizeisprechers aus Innsbruck von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Die Belegung der Leiche übernahm der Polizeihubschrauber. Mit einem Seil wurde das Opfer in die Kabine gehoben. Er wurde nach Innsbruck geflogen.

Die sterblichen Überreste des Bergsteigers befinden sich noch in Innsbruck. Bei der Kripo Erding ist der Fall bislang noch nicht auf dem Tisch, erfuhr unsere Zeitung.

Der Erdinger, der in Erding verheiratet ist und zwei jugendliche Söhne hat, und seine Begleiterin waren auf einer beliebten, wenngleich nicht zu unterschätzenden Route unterwegs. In einer Beschreibung heißt es, in diesem Bereich sei der Zahme Kaiser alles andere als zahm. Die Vordere Kesselschneid, die auf dem Tourplan der beiden Wanderer stand, ist der höchste Gipfel in diesem Bereich, noch dazu der einzige Zweitausender. In Tourskizzen ist von einem gras- und felsendurchsetzen Schrofengebirge mit sehr steilen Wegen die Rede.

Es ist bereits der zweite schwere Bergunfall in Tirol innerhalb von zwei Tagen, bei dem ein Mann aus dem Münchner Raum verunglückt ist: Am Montag stürzte ein Münchner (18) in den Ötztaler Alpen in eine Gletscherspalte. Der Mann wurde an der Unfallstelle wiederbelebt und in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Sein Zustand galt letzten Informationen zufolge als kritisch.

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