1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Berglern

Bürgerversammlung Berglern: Bezahlbarer Wohnraum ist „Riesenaufgabe“

Erstellt:

Von: Klaus Kuhn

Kommentare

Ein voller Saal bei der Bürgerversammlung: So etwas hatte es zwei Jahre lang nicht gegeben in Berglern. Für Bürgermeister Anton Scherer sowie Landrat Martin Bayerstorfer (am Pult) ein großer Schritt in die Normalität.
Ein voller Saal bei der Bürgerversammlung: So etwas hatte es zwei Jahre lang nicht gegeben in Berglern. Für Bürgermeister Anton Scherer sowie Landrat Martin Bayerstorfer (am Pult) ein großer Schritt in die Normalität. © klaus kuhn

Endlich wieder volles Haus bei der Bürgerversammlung in Berglern. Bürgermeister Anton Scherer sieht viel zu tun in Sachen Wohnraum. Das Glasfasernetz steht, das neue Mehrfamilienhaus liegt im Zeitplan.

Berglern – Die erste Bürgerversammlung der neuen Legislaturperiode des Berglerner Gemeinderats im Sportheim war hervorragend besucht. Bürgermeister Anton Scherer machte in seiner Begrüßung deutlich, dass ihn das gewaltig gefreut hat. Er sprach von einem großen Schritt zurück in die Normalität.

In seinem Bericht galt es, zwei Jahre abzudecken – wobei beim Finanzbericht die Zahlen von 2020 zentral waren, weil die von 2021 erst dann endgültig verabschiedet werden können, wenn der Etat 2022 durch ist. Das soll aber erst in der kommenden Sitzung des Gemeinderats passieren.

Die finanzielle Situation ist angespannt. „Es sind keine Anzeichen erkennbar, dass wir in der Lage sein werden, alle anstehenden Aufgaben finanziell zu bewältigen“, sagte der Bürgermeister. „Das Wünschbare muss mit dem Machbaren in Einklang gebracht werden“, forderte er. Der Haushalt müsse „sauber dargestellt“ werden können. Das betreffe auch die Einnahmeseite des Haushalts. Tatsächlich weisen die Zahlen, was die prognostizierte Verschuldung angeht, derzeit noch beängstigend steil nach oben.

„Ich bin stolz auf die Truppe“, sagte der Rathauschef an die Adresse des Gemeinderats. Es sei beeindruckend, wie dieser die vergangenen beiden Jahre bewältigt habe. Acht Referentenämter seien geschaffen worden, um den ehrenamtlichen Bürgermeister zu entlasten, wie Scherer berichtete.

3063 Einwohner zählt die Gemeinde derzeit insgesamt, was einen deutlichen Sprung nach oben gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Kindertageseinrichtungen sind nicht nur ein großer Posten im Haushalt, sondern damit natürlich auch in den Berichten. Insgesamt 23 junge Berglerner gehen in die Krippe, 105 Kinder sind im Kindergarten. 41 Schüler nutzen die zwei Hortgruppen. 50 Plätze gäbe es hier, sodass im Rahmen der Schulkindbetreuung noch etwas Luft sei.

109 Kinder besuchen aktuell die Berglerner Schule in insgesamt sechs Klassen. Diese Zahl hat sich verringert. Im Vorjahr waren es 125 Kinder in sieben Klassen gewesen. Die Mittagsbetreuung der Schule wird von 24 Kindern besucht. Hier arbeitet die Gemeinde mit dem Josefsheim in Wartenberg zusammen. „Das läuft sehr, sehr gut“, kommentierte Scherer. as Ferienprogramm 2021 konnte stattfinden. „Man hat ein buntes Programm gehabt für die Kinder“, berichtete der Bürgermeister.

Im Eiltempo klapperte Scherer die weiteren Themen ab: „Die Glasfaser war eine Riesenbaustelle“, sagte der Bürgermeister. Aber diese ist geschafft: „Wir sind am Netz mittlerweile.“ Und dann ging’s freilich um die weiteren großen Dinge wie Kratzerwirt, Bürger-Energiegenossenschaft, Supermarkt sowie das Mehrfamilienhaus, das im Zeit- und Kostenplan sei. Das Corona-Testzentrum soll bis Juni geöffnet bleiben, allerdings wird der Standort wegen des Jubiläums vom Sportverein verändert.

Zum Ausblick für das kommende Jahr meinte der Bürgermeister, dass die Planungen für das neue Feuerwehrhaus weiter laufen werden. Einen groben Entwurf gebe es schon. „Eine Riesenaufgabe bleibt die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“, postulierte der Bürgermeister, der allerdings auch zugab, dass das angesichts der europarechtlichen Probleme ein echtes Thema bleiben werde.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Erding-Newsletter.)

Auch interessant

Kommentare