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Ihre erste EP mit drei Songs haben Lukas Hollwede (r.) und Stefan Bauer schon am Start. 

„Old School Deutsch-Rap“ aus Berglern

Herr Holle: Beamter und Hip-Hopper – EP feiert erste Erfolge

Die erste EP mit zunächst drei Songs ist am Start: „Herr Holle“ alias Lukas Hollwede aus Berglern hat sich ins Studio begeben.

Berglern – Die erste EP mit zunächst drei Songs ist am Start: „Herr Holle“ alias Lukas Hollwede aus Berglern hat sich ins Studio begeben. Der Weg ist nicht weit – Stefan Bauer, auch aus Berglern, hat eins – und noch mehr: Von ihm kommen die Beats zu dem, was Hollwede „Old School Deutsch-Rap“ nennt.

Der 26 Jahre junge Beamte, der gerade seine Prüfung bestanden hat, überließ es aber in dem Gespräch mit der Heimatzeitung lieber dem fünf Jahre älteren Projektmanager, zu erklären, was das jetzt eigentlich sein soll, was die beiden da mit respektablen Anfangserfolgen machen.

„Da darf ruhig was knistern“

Bauer: „Es ist noch sehr viel organisches Material dabei.“ Will heißen: keine Standard-Sample-Drum, echte, handgemachte Musik vorzugsweise von der guten alten Vinyl-LP. „Da darf ruhig was knistern.“ Heraus kommt, was die beiden unter den Überbegriff Hip-Hop fassen.

Es ist also Musik aus der Zeit der Jahrtausendwende, die da mitspielt, neu interpretiert, neu abgemischt, aber bitte nicht mit „Autotune“ verflacht, zu einer Einheits-Soße versaftet, wie es rund um die Uhr aus den Radios dudelt. „Mir gefällt das einfach nicht“, bekennt Bauer. Der Erfolg scheint den beiden Freunden Recht zu geben: vierstellige Streaming-Zahlen, etliche Verkäufe über die bekannten Kanäle wie iTunes oder Spotify.

Der erste Anlauf ist Programm

Hollwede, der seit weit über zehn Jahren Gitarre spielt und lange „nur“ gecovert hat, hat sich vor nicht einmal einem Vierteljahr an den ersten eigenen Text gewagt. Und dann kommt das zweite mögliche Erfolgsrezept, das sich im Namen des Erstlingswerks verbirgt, auch wenn die beiden das erklärungsbedürftig fanden: „First take, first tape“ heißt es. Mit dem „Tape“, also dem Tonband, war man wieder bei den alten Klassikern, und „First take“, also der erste Anlauf gewissermaßen, ist Programm.

Hollwede will nicht lange an den Sachen herummachen. „Wenn Du ein und das selbe Lied 100 mal gehört hast, dann magst du es nicht mehr, und dann veröffentlichst du es am Ende nicht.“ Damit unterscheidet er sich fundamental beispielsweise von einer anderen Hip-Hop-Künstlerin, keine zehn Kilometer weiter, im Kreis Freising: „K.Rina“ ist eine Perfektionistin, will, dass jeder Ton sitzt. Nicht so Hollwede, der die Spontanität und möglicherweise auch die Ursprünglichkeit des Musik-Genres versucht, rüber zu bringen. Schnell produziert, schnell veröffentlicht. Der rein digitale Vertriebsweg passt perfekt dazu. „Eine CD-Produktion kostet einfach zu viel“, sagt er.

Album auf dem Weg – kein Zeitplan

Angesprochen darauf, dass der Markt aber auch genau so schnelllebig ist, stimmte er zu. Dieser Markt verlangt dann aber auch nach mehr. Die beiden wissen das und denken schon über den nächsten Gang ins Studio nach. Ein ausgewachsenes Album steht im Zielkatalog. Aber auf irgendwelche Zeitpläne festlegen lassen will und kann sich der junge Musiker nicht.

Er hat erst seine Ausbildung abgeschlossen, und auch wenn der Künstlername sich bewusst an ein Märchen der Gebrüder Grimm anlehnt, bleibt er, was die Beamtenlaufbahn angeht, auf dem Boden der beruflichen Tatsachen. 

Klaus Kuhn

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