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Sie führen die freien Wähler die nächsten zwei Jahre (vorn, v.l.): Werner Fruhstorfer, Simon Oberdorfer, Markus Geier und Robert Zinner sowie (hinten, v.l.) Martin Mayerthaler, Hermann Aigner, Alfred Huber, Martina Anzinger, Georg Faltermaier und Marlene Zollner

Kommunikationsschwiergkeiten bei den Freien Wählern

Überraschender Wachwechsel

Kommunikationsschwiergkeiten bei den Freien Wählern - „Da müssen wir uns an der Nase packen“

Berglern Bei den Freien Wählern in Berglern gab es eine Überraschung: Simon Oberhofer gab bei der Hauptversammlung am Sonntag den Vorsitz ab und überließ seinem bisherigen Stellvertreter Markus Geier das Feld. Es rumort offenbar gewaltig im Untergrund, denn als es um die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden ging, wurde Oberhofer-Kritiker Albert Furtner vorgeschlagen, aber eben auch Oberhofer, der sich mit zwölf Stimmen klar durchsetzen konnte. Sechs Mitglieder votierten für Furtner. Zwei Stimmen waren ungültig.

Bei den Vorstandswahlen trat Furtner nicht mehr an, sondern versuchte, auf andere Weise in den Vorstand zu kommen: Er beantragte, dass Gemeinderäte automatisch Vorstandsmitglieder sein sollten. Damit blitzte er aber ab. Erstens gebe das die Satzung nicht her, und zweitens haben Gemeinderäte auch über nicht-öffentliche Dinge zu reden, was wiederum den Vorstand nichts angeht. Hier müsse sauber getrennt werden, warnte Markus Geier.

Werner Fruhstorfer bleibt Schatzmeister und Robert Zinner Schriftführer. Zu Beisitzern für die nächste Wahlperiode bestimmte die Versammlung Marlene Zollner, Marita Anzinger, Georg Faltermaier, Alfred Huber, Marko Spirkl und Martin Mayerthaler. Hermann Aigner und Willi Stürzl prüfen die Kasse.

Oberhofer stellte den weiteren Kampf gegen die dritte Startbahn in den Mittelpunkt seines Berichtes und rief dazu auf, die Versuche Söders, das Thema aus dem Wahlkampf heraus zu halten, gar nicht erst zuzulassen. Angesichts der drohenden Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft zum Zweck der Durchsetzung der dritten Bahn appellierte er, den Widerstand jetzt erst recht wach zu halten. Den rollenden Supermarkt nannte er eine „gelungene Sache“, dankte seinem Bürgermeister-Stellvertreter Otmar Lerch auch hier und rief dazu auf, das Angebot zu nutzen, auch wenn es, wie in der Debatte unter „Verschiedenes“ später deutlich wurde, weitere Bemühungen um einen echten Supermarkt für Berglern geben müsse. „Es ist schwierig, aber nicht unmöglich“, so Oberhofer zu diesem Thema. „Wir werden diese Alternative wohl kein zweites Mal kriegen“, so der Bürgermeister und scheidende Vorsitzende, der sich bei guter Annahme auch einen Haltepunkt in Glaslern vorstellen könnte. Dass es diesen noch nicht gibt, wurde in der Versammlung bemängelt. Oberhofer machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass er sich einen „Probehalt“ in Glaslern vorstellen könne.

Geier kündigte einige Neuerungen an: Eingehend auf Furtner, der sogar von einer „schlechten Stimmung gegen den Bürgermeister“ gesprochen hatte, sagte er, dass die Gemeinderäte künftig automatisch zu Vorstandssitzungen eingeladen würden, was dem Informationsaustausch gut tun werde. Weiter sagte er, dass auch wieder regelmäßig Fraktionssitzungen stattfinden sollten. „Da müsse wir uns alle an der Nase packen.“ Die erste Vorstandssitzung werde schon sehr bald stattfinden, kündigte er weiter an. Klaus Kuhn

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