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Nach gut zwei Jahren ist schon wieder Schluss: Edith Pötzl.

Edith Pötzl hört nach zwei Jahren auf

Berglern wieder ohne Wirt

Die Freude währte nur zwei Jahre: Am 11. November 2016 hatte Edith Pötzl die Sportgaststätte in Berglern übernommen, zum Jahresende ist schon wieder Schluss mit ihrer Burger Stubn. Die Wirtin teilt auf Nachfrage mit, dass der Pachtvertrag gekündigt worden sei.

VON KLAUS KUHN

Berglern – Dass man in Unfrieden auseinander gegangen ist, war am Rand der Hauptversammlung des VdK bereits deutlich zu hören. Das wurde von Pötzl im Prinzip auch bestätigt. Zu Details wollte sie sich jedoch nicht äußern. Franz Knittler stellte es anders dar: „Wir haben im September einvernehmlich den bestehenden Vertrag zum Ende des Jahres aufgelöst“, sagt der Vorsitzende des Sportvereins Eintracht Berglern.

Die Nachfolgeregelung ist völlig offen, Knittler machte auf Nachfrage allerdings deutlich, dass er bereits Gespräche führe. Mitte Januar, so seine Prognose, werde er Genaueres sagen können. Der SVE hatte vor zwei Jahren eine Zeit ohne Vereinswirt zusammen mit den Schützen einigermaßen überbrücken können. Ob das jetzt auch wieder gelingen kann, darüber wollte gegenüber der Heimatzeitung niemand Prognosen abgeben.

Sorgenfalten wegen einer neuerlichen Vakanz in der einzigen Gaststätte in Berglern hat auch Bürgermeister Simon Oberhofer. „Das ist die Baustelle von Franz Knittler. Der will das selber managen“, stellte er aber klar.

Hier könnte man wiederum an den baufälligen Kratzerwirt in Mitterlern denken. Architekt Udo Rieger hat in dem gemeindeeigenen Gebäude ausdrücklich auch die Möglichkeit der Einrichtung einer Gaststätte mit eingeplant. Hier muss Oberhofer allerdings noch passen. „Das Projekt „Kratzerwirt“ steckt noch in den Kinderschuhen“, gibt er zu bedenken. Und die Gemeinde wisse noch gar nicht, was am Ende bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen herauskomme.

Darum werde die Gemeinde sich auch nicht darauf verlassen können, dass der Kratzerwirt als Ersatz bereitstehe. „Das wäre vermessen“, so der Gemeindechef, der im Hinblick auf die Sanierung auch die Finanzlage der Gemeinde ansprach.

Allerdings warf Oberhofer im Gespräch mit der Heimatzeitung einen neuen Gedanken in die Diskussion: „Möglicherweise wird das auch nicht ohne einen Träger funktionieren, also vielleicht eine Brauerei, die sich dann um einen Pächter bemüht.“ Die Befürchtung nämlich, dass es schwierig werden könnte, für den Kratzerwirt einen Pächter zu finden, hatte auch schon Udo Rieger vor dem Gemeinderat geäußert.

Der SVE Berglern steht mit dem Problem nicht alleine da: Die Nachbarn vom TSV Wartenberg betreiben ihre Sportheimgaststätte seit einiger Zeit auch selbst, nachdem ihnen der Pächter abhanden gekommen war. Im speziellen Wartenberger Fall wurde in der jüngsten Hauptversammlung sogar berichtet, dass sich das auch finanziell für den Verein gelohnt habe. Von einer Pächtersuche ist dort schon keine Rede mehr.

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