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In Berglern soll es künftig ein öffentliches Klo geben. Doch wo soll es stehen? Diese Frage ist noch immer nicht geklärt. Denkbar sind drei Standorte (Symbolbild).

Mehrere Varianten im Gespräch

Standortfrage: Wo soll das öffentliche WC in Berglern gebaut werden?

In Berglern soll es künftig ein öffentliches Klo geben. Doch wo soll es stehen? Diese Frage ist noch immer nicht geklärt. Denkbar sind drei Standorte.

Berglern – Wo soll es überhaupt hin? Diese Grundsatzüberlegung von Elisabeth Bauer (PuB) hat der Gemeinderat von Berglern zum Dauerbrenner „Klohäusl“ in einer neuerlichen kontroversen Beratung in seiner jüngsten Sitzung aufgegriffen: Er befasste sich erst einmal mit der Standortfrage.

Tatsächlich hatte sich die Gemeinderätin überaus verwundert darüber geäußert, dass sich alle die Köpfe heiß reden bis hin dazu, dass Albert Furtner (FW) schon Freiwillige für den Bau rekrutieren wollte, aber noch nicht einmal ein Standort feststeht. Vehement hatte sie verlangt, dass man doch bitteschön erst einmal die wesentlichen Fragen klären sollte.

Kindergarten, Pfarrhof oder Feuerwehrhaus?

Das geschieht jetzt: Bürgermeister Simon Oberhofer erhielt den Auftrag, mit der Kirche darüber zu sprechen, wo eine solche Einrichtung sinnvoll sein könnte. Er machte deutlich, dass beim Kindergarten aus seiner Sicht der bessere Platz wäre, weil die Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser dort kürzer sein könnten und überdies über die Zähler der Gemeinde laufen. Die zweite untersuchte Möglichkeit wäre beim Pfarrhof.

Zwischenzeitlich hatte Anton Scherer (BBL) eine weitere Alternative eingebracht, beim noch bestehenden Feuerwehrhaus. Hier werde ohnehin in den nächsten Jahren eine größere Umgestaltung erfolgen.

Containerlösung nicht vom Tisch

Nach der Sitzung bezeichnete Verwaltungsleiter Werner Christofori diesen Gedanken als „Plan B“, den die Gemeinde dann herausziehen werde, wenn es an den beiden anderen Standorten nicht gehe. Die grundsätzliche Bereitschaft der katholischen Kirche, hier mitzuspielen, ist schon länger bekannt, aber auch hier ist noch nichts konkret.

Otmar Lerch (PuB) hatte sich engagiert in dieser Frage und war mit konkreten Vorschlägen über vergleichsweise preisgünstige Containerlösungen in die Öffentlichkeit gegangen. Auch dieser Vorschlag ist nicht vom Tisch, allerdings gibt es eine Debatte darüber, ob die zunächst angedachte teurere Lösung mit der automatischen Reinigung nicht langfristig doch die günstigere werden könnte.

Probleme aufgrund Denkmalschutzes an der Kirche

Lerch verwies auf die Mobilität dieser Lösung mit dem Container, der nur 1,5 Tonnen wiege. „Den kann man immer dorthin stellen, wo man ihn braucht“, sagte er zum wiederholten Mal. „Dann können wir das ausprobieren, das machen andere Kommunen auch.“

Aber nun kommen auch noch denkmalrechtliche Fragen auf: Der unmittelbare Bezug zur Kirche, hatte Anton Scherer eingewandt, könnte Probleme bereiten oder Bedingungen, was die optische Gestaltung angeht, kreieren.

„Wir machen schon acht Jahre rum. Das Thema ist für mich eine unendliche Geschichte“, meinte Lerch nach der Sitzung etwas frustriert. „Wir vertagen es von einer Sitzung auf die andere, können uns aber nicht auf einen Standort einigen.“ 

Klaus Kuhn

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