Jahreshauptversammlung 

Berglerner Feuerwehr braucht neues Haus

Das Feuerwehrhaus in Berglern ist zu klein und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mittelfristig braucht die Wehr ein neues Gerätehaus.

Von Klaus Kuhn

Berglern– Die Feuerwehr Berglern braucht mittelfristig ein neues Feuererwehrhaus. Mit dieser Information überraschte Bürgermeister Simon Oberhofer in der Hauptversammlung der Feuerwehr am Samstag in der Sportgaststätte. „Das aktuelle Haus ist etwas zu klein und erfüllt auch nicht mehr die Anforderungen, die heute an ein modernes Feuerwehrhaus gestellt werden“, begründete Oberhofer und berichtete, dass er eine Mängelliste bekommen habe. Einiges werde man abstellen, aber manches werde in den bestehenden Räumen nicht untergebracht werden können, sodass die Gemeinde um ein neues Gerätehaus wohl nicht herum komme.

„Meinerseits wird die Feuerwehr die entsprechende Unterstützung erhalten, was ein neues Haus angeht. Das setzt natürlich ein entsprechendes Grundstück voraus“, stellte Oberhofer klar. Und genau das werde das große Problem sein, deutete er an.

„So ein Projekt ist teuer und bedarf einer langen Vorbereitung. Ich setze nicht voraus, dass wir 2021 ein neues Feuerwehrhaus haben“, sagte der Bürgermeister. Aber in diesem Zeitfenster werde die Gemeinde das Thema angehen. „Ich freue mich, das zu hören“, kommentierte Vorsitzender Martin Maierthaler. Er kündigte an, dass die Kameraden sich hier einbringen werden.

Es wird ein Millionenprojekt werden, denn der aktuelle Fahrzeugbestand der Wehr ist imposant: ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/20, ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, ein Mehrzweckfahrzeug auf Mercedes-Sprinter-Basis und ein Mannschaftstransportfahrzeug stehen jetzt schon in der Garage, und ein Gerätehaus wird ja für die Zukunft geplant.

Was die angesprochene Mängelliste angeht, konnte Oberhofer im Gespräch mit unserer Zeitung am Rande der Versammlung genauer werden. Es habe, berichtete er, eine Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion gegeben. Dabei sei aufgefallen, dass es keine Duschen gebe. „Die haben wir vor Jahren ausgebaut, weil die First Responder Platz gebraucht haben. Die Duschen hat aber auch nie einer hergenommen.“ Ein ernsteres Problem ist, dass die Fahrzeuge immer größer geworden sind und nach dem Befund der Inspektion jetzt so eng stehen, dass die Feuerwehrleute keinen Platz zum Umziehen mehr haben. „Das ist mir schon aufgefallen, als ich noch aktiv bei der Feuerwehr war“, sagte der Gemeindechef.

Schließlich gibt es keine Trennung zwischen dem „sauberen“ und dem „schmutzigen“ Bereich in der Werkstatt. Unter dem Strich, so Oberhofer, werde man wohl neu bauen müssen. „Da stehen wir aber noch ganz am Anfang“, dämpfte er gleich überzogene Erwartungen. Die Gemeinde habe derzeit noch nicht einmal ein Grundstück. Dann müsse ein Bauleitverfahren durchgezogen werden, weil die sogenannte Gemeinbedarfsfläche planungsrechtlich gesichert werden müsse.

In der mittelfristigen Finanzplanung fehlt das Vorhaben auch noch, und die Zuschussverfahren müssen zudem erst noch anlaufen. Immerhin: Diese Mängelliste dokumentiert nach den Erfahrungen in anderen Gemeinden den Bedarf, was bei den Förderverfahren unabdingbar ist.

Rubriklistenbild: © fez

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