Berglerner Gruppe

Trinkwasser wird teurer

Auch nach einer Preiserhöhung ist der Wasserzweckverband unter den günstigsten Versorgern. Der Kubikmeter kostet künftig 73 Cent.

von Klaus Kuhn

Berglern – Der Wasserpreis im Versorgungsgebiet des Wasserzweckverbandes Berglerner Gruppe steigt zum 1. Januar von 56 auf 73 Cent pro Kubikmeter. Die Grundgebühr von 48 Euro für den normalen Zähler bleibt konstant. Das hat die Verbandsversammlung am Montag einstimmig für die nächsten drei Jahre beschlossen.

„Wir sind wirklich gut im Rennen“, sagte Verbandsvorsitzender Simon Oberhofer (Berglern). Ein Vergleich zeigt, dass Trinkwasser in der Berglerner Gruppe mit am preisgünstigsten bleibt. Nur der Wasserzweckverband Moosrain ist mit 72 Cent geringfügig billiger. Fraunberg verlangt 81, der Wasserzweckverband Erding Ost 82 und die Haunwanger Gruppe 93 Cent pro Kubikmeter. Alle anderen liegen teilweise deutlich über einem Euro.

Die Rangliste wird sich noch einmal zugunsten der Berglerner verändern. Denn laut Oberhofer haben die genannten Versorger ihre Neukalkulation noch vor sich. Nur Albert Furtner (Berglern) äußerte leise Kritik an den steigenden Preisen. Ihm ging es um die Milchbauern, die für ihr Vieh viel Wasser brauchen. „Die trifft es schon“, bemerkte er. Mengenrabatte gibt es aber nicht und sind laut der Verwaltung auch nicht mehr zulässig.

Die Wasserpreise bleiben drei Jahre stabil. Eine Festlegung auf vier Jahre wurde zwar rechnerisch dargestellt und hätte zu einem minimal niedrigeren Preis geführt. Aber die Nachteile waren groß: Es stehen viele Investitionen ins Haus, die dann nicht hätten zeitnah eingerechnet werden können. Darum riet die Verwaltung von einer längeren Festlegung ab. Dem folgte die Versammlung.

Erwartet wird ein Zuwachs von 579 Einwohnern im Versorgungsgebiet im Jahr. Pro Bürger wird mit einem Verbrauch von jährlich 38 Kubikmetern gerechnet. So kommen die Statistiker auf eine Wassermenge von knapp 774 000 Kubikmetern, die bereitgestellt werden muss.

Eingerechnet ist eine Rücklage, die der Zweckverband angesammelt hat. Sie wird abgeschmolzen, damit die Gebührenerhöhung nicht zu heftig ausfällt. Eingerechnet ist aber eben auch ein steigender Posten für den Unterhalt des Netzes, von dem angenommen wird, dass es mit zunehmendem Alter störungsanfälliger werden könnte.

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