So soll er einmal ausschauen, der Rewe-Lebensmittelmarkt in Berglern.
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So soll er einmal ausschauen, der Rewe-Lebensmittelmarkt in Berglern.

Bebauungsplan für Rewe fast durch – Geruchsproduzierendes Sondergebiet nebenan

Berglern: Bullenmaststall maximal von Supermarkt entfernt

Planer, Bürgermeister und Gemeinderat in Berglern haben das Sondergebiet für den (Rewe-)Supermarkt nun fast komplett durch das Bauleitverfahren gebracht, Gemeindechef Anton Scherer plant für die Oktober-Sitzung den Satzungsbeschluss. Bis dahin soll dann auch das Sicherheitsaudit für die Verkehrssituation abgeschlossen sein. Das ist laut Scherers Bericht im Gemeinderat das einzige, das noch fehlt.

Berglern - Die dringende Bitte von Vizebürgermeister Otmar Lerch (PuB), den Verkehr wirklich ernstzunehmen, und auch der Wunsch von Christine Kohlschütter (FWG), Gehirnschmalz zu investieren, sind also angekommen. Bereits am 9. September hat es nach dem Bericht von Anton Scherer ein „gutes Gespräch“ in dieser Frage gegeben. „Ich gehe davon aus, dass da etwas Qualifiziertes bei rauskommt.“

Auf Bitte von Markus Geier (FWG) sagte Scherer zu, dass bei den Terminen mit den Fachleuten interessierte Gemeinderäte mit eingeladen werden, wenn das technisch machbar ist. Planer Franz Pezold räumte aber auch ein, dass es mit den Audits noch wenige Erfahrungen gebe.

Im letzten Verfahrensschritt mit den Behörden und Trägern öffentlicher Belange war als einzige substanzielle Rückmeldung die vom Elektrizitätsversorger gekommen, der eine Trafostation errichten muss zur Versorgung des ganzen Gebiets, diese aber auf einer Fläche anordnen wollte, die als Stellplatz bereits fest verplant ist. Hier gibt es aber bereits machbare Alternativvorschläge.

Unmittelbar anschließend ist das geplante Sondergebiet Landwirtschaft mit Bullenmaststall, Betriebsleiterwohnhaus und einer Hackschnitzel-Anlage, die als Nahwärmeversorgung für das Gebiet mit dem neuen Dorfzentrum dienen könnte. Pezold war mit dem Entwurf für den Bebauungsplan in den Rat gekommen, der einstimmig die vorgezogene Anhörung der Träger öffentlicher Belange beschloss. Der Entwurf ist, wie Pezold mehrfach betonte, mit den Landwirten, die dort investieren wollen, abgestimmt.

Der Bullenmaststall kommt an die Seite des langgestreckten Grundstücks, die am weitesten vom Supermarkt weg ist. Zwischen Stall und Supermarkt-Gelände kommt eine weitere Halle, die der Unterbringung von Maschinen und als Bergehalle für Futter und dergleichen dient. Das Gülle-Lager kommt wiederum auf die gegenüberliegende Seite.

Pezold informierte, dass durch die Anordnung der Gebäude das Problem Geruch komplett entschärft worden sei. Die Hallen, die der Landwirt baut, werden nicht ganz klein: 110 Meter können sie in der Länge erreichen. Die Planung nimmt Rücksicht auf einen von der Gemeinde gewünschten Geh- und Radweg entlang der Wartenberger Straße, und auch die Entwässerung ist laut Pezold bereits mit dem Abwasserzweckverband erörtert worden. Nach seinem ausführlichen Vortrag hatte der Rat keine Fragen mehr.  klk

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