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Penny dürfte nun von unserer Zeitung erfahren, dass weitere Investoren im Spiel sind.

Debatte um Supermarkt im Gemeinderat

Doch kein Penny für Berglern?

Der Supermarkt für Berglern ist möglicherweise wieder in weite Ferne gerückt: Der Gemeinderat hat am Donnerstag Planer Franz Pezold und Bürgermeister Simon Oberhofer mit ihren Vorstellungen für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auflaufen lassen. Und: Es sind zwei weitere mögliche Investoren im Spiel.

VON KLAUS KUHN

Berglern – Pezold wollte auf’s Tempo drücken, in die vorgezogene Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gehen, um schnell für alle Beteiligten Planungssicherheit zu erreichen. Beim Neujahrsempfang hatte Oberhofer als Eröffnungstermin für den Supermarkt noch Ende 2021 genannt, „wenn der Gemeinderat zustimmt“. Genau diese Zustimmung fehlt jetzt erst einmal. Der Betreiber Penny besteht auf dem Standard-Bau für den Discount-Markt, der eingeschossig ist. Der Gemeinderat hatte sich aber im Vorfeld auf das verständigt, was Otmar Lerch (PuB) ein „wertigeres Gebäude“ nannte, also einen zweigeschossigen Bau, der weitere Nutzungen zulässt.

Zudem wurde in der Sitzung öffentlich, dass es zwei weitere Investoren gibt. Die beiden Unternehmen wurden zwar nicht mit Namen genannt, es wurde aber deutlich, dass sie keinen Betreiber für den Markt haben. Wohl aber gibt es einen Schriftverkehr, aus dem hervorgeht, dass einer der beiden alternativen Investoren Bereitschaft bekundet hat, mit Penny zu sprechen. Jetzt erfährt der aktuelle Investor wohl aus den Medien, dass er Wettbewerber in Berglern hat.

Anton Scherer (BBL) war verwundert, dass die Vorstellungen des Gemeinderats nicht einbezogen worden seien in die Planung. Dazu gehöre auch das neue Feuerwehr-Gerätehaus. Das aber sieht Oberhofer unabhängig von der Supermarkt-Planung, zumal der endgültige Standort noch nicht feststehe. Wie berichtet, ist er mit den Kommandanten der Wehr derzeit dabei, sich Beispiele anzuschauen, und dann soll ein Planer beauftragt werden. Scherer hätte es lieber gesehen, wenn für das ganze Gelände ein Gesamtkonzept entwickelt worden wäre, das alle künftigen Nutzungen einbezieht. Scherer sah die Beschlüsse des Rats so nicht umgesetzt.

Das Flächensparen hatte in den Vorüberlegungen eine erhebliche Rolle gespielt, aber diese Zielvorgaben spiegelten sich in der jetzt von Pezold vorgelegten Planung nicht wider. Wie berichtet, hatte der Rat vor einigen Sitzungen schon das Areal in mehrere Abschnitte aufgeteilt, darunter ein Sondergebiet Landwirtschaft. Albert Furtner (FW) erinnerte daran, dass der Rat auch einen Bäcker und einen Metzger ansiedeln wollte. Das hat Oberhofer weiter im Blick, bloß ging er davon aus, dass ein Bäcker oder Metzger erst einmal Frequenz auf dem Gelände sehen wolle, bevor er sich über eine Ansiedlung Gedanken mache. Oberhofer sieht jetzt nicht nur seine Felle davonschwimmen, sondern auch die der Gemeinde, denn lange hinhalten lassen würden sich die beiden Partner, die er hat gewinnen können, nicht. „Am Ende haben wir gar nichts“, warnte er. Otmar Lerch dagegen ist entschlossen, den möglichen alternativen Investoren Zeit zu geben. Wie viel, das sagte er nicht.

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Im bayerischen Wolfratshausen hat sich ein Vogel in einen Rewe-Supermarkt verflogen - und lebt seit längerer Zeit in der Filiale. Ein Kunde hat einen grausamen Verdacht.

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