Christian Oberhofer von der Bürgerinitiative Berglern zeigt auf Daten auf der Leinwand.
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Fast kein Feinstaub während dem Lockdown. Christian Oberhofer von der Bürgerinitiative Berglern informierte den Berglerner Gemeinderat über die Lage.

Weniger Umweltbelastung während des Lockdowns

Flugzeuge als Ultrafeinstaub-Schleudern

Während dem Corona-Lockdown ist der Flugverkehr und mit ihm auch der Ultrafeinstaub massiv zurückgegangen. Die Bürgerinitiative Berglern stellte nun Messungen vor.

Berglern – Die Bürgerinitiative Berglern hat ihre Chance genutzt und dazu beigetragen, dass eine nutzbare Messreihe zu Ultrafeinstaub vorliegt –aus der Zeit, in der der Flugverkehr coronabedingt fast völlig eingestellt war. Christian Oberhofer, Mitglied im Sprecherrat der Bürgerinitiative, erhielt in der Sitzung des Gemeinderats die Gelegenheit, die Ergebnisse vorzustellen. Dabei hielt er sich sehr kurz.

Er nutzte eine Präsentation, die der Bürgerverein Freising erarbeitet hatte. Das zentrale Ergebnis: Die Messreihe hat den Nachweis erbracht, dass für die Ultrafeinstaubbelastung in der Umgebung fasst ausschließlich der Flughafen und der Flugverkehr verantwortlich sind. Als während dem Lockdown keine Flugzeuge unterwegs waren, war die Belastung um volle 90 Prozent geringer.

Das blieb nicht ohne Eindruck auf die Mitglieder des Gemeinderats, die mit Genugtuung registrierten, dass inzwischen auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) auf die Ergebnisse zurückgreift. Die Arbeit des Bürgervereins werde ernst genommen, stellten gleich mehrere Teilnehmer an der kurzen Debatte fest. Akribisch hatten Messtrupps eben auch in Berglern, aber auch der Bürgerverein, die Daten zusammen gestellt.

So waren am 6. März 2020 noch 1051 Flugbewegungen gezählt worden. Am 13. März wurden in Berglern an der Kreuzstraße 18 938 Partikel pro Kubikzentimeter Luft gemessen. Am 3. April waren es am Fichtenweg in Berglern gerade noch 2996 Partikel. Da hatte Corona aber schon zugeschlagen, und der Flugverkehr deutlich zurückgegeangen: nur noch 81 Flugbewegungen waren es an diesem Tag.

Die Messtrupps waren aber auch auf dem Flughafen selbst unterwegs und haben auf dem Besucherhügel gemessen. Die Belastung mit Ultrafeinstaub, ist dort von 53 600 auf 7100 gefallen, und das sind nicht etwa irgendwelche Spitzenwerte, sondern Tagesdurchschnittswerte, wie Bürgermeister Anton Scherer betonte.

Klaus Kuhn

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