Der engere Vorstand der Freien Wähler in Berglern besteht jetzt aus (v. l.) Marita Anzinger, Werner Fruhstorfer, Robert Zinner und Markus Geier.
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Der engere Vorstand der Freien Wähler in Berglern besteht jetzt aus (v. l.) Marita Anzinger, Werner Fruhstorfer, Robert Zinner und Markus Geier.

Jahreshauptversammlung: Robert Zinner ist neuer Vize – Verwirrung um Simon Oberhofers Mitgliedschaft

Berglerns Freie Wähler visieren „Dorfzentrum Mitterlern“ an

Die Freien Wähler in Berglern haben einen neuen 2. Vorsitzenden: Robert Zinner, bisher Schriftführer, wurde zusammen mit dem auch schon bisherigen Vorsitzendem Markus Geier einstimmig in der Hauptversammlung am Sonntagabend gewählt.

VON KLAUS KUHN

Berglern – Werner Fruhstorfer bleibt Schatzmeister. Marita Anzinger, bisher Beisitzerin, rückte für Zinner als Schriftführerin in den engeren Vorstand auf. Zu Beisitzern bestimmte die Versammlung Mathias Kohlschütter, Georg Faltermaier, Alfred Huber, Marco Spirkl und Martina Weindl. Nach 30 Jahren im Vorstand schied Marlene Zollner aus. Verabschiedet wurde sie mit einem Blumenstrauß und einem „Rundgang durch die Berglerner Gastronomie“, wie es Geier formulierte. Die gleiche Aufmerksamkeit erhielten später auch die ausgeschiedenen Gemeinderäte Maresa Wimmer, Konrad Huber, Annemarie Fruhstorfer und Hermann Aigner. Thomas Neumeier und Herman Aigner werden auch weiterhin die Kasse prüfen. Maresa Wimmer gab ihr Debüt als Wahlleiterin. Mit Erfolg: Nach nur fünf Minuten war diese Formalie durch.

Die Kommunalwahl streifte der Vorsitzende nur kurz: „Nicht zufriedenstellend. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, kommentierte Geier das Wahlergebnis, das wesentlich von der Personalie Simon Oberhofer geprägt gewesen sei, die die Freie Wählergemeinschaft noch immer beschäftige ist. Geier berichtete nämlich, dass Oberhofer auf seiner Mitgliedschaft beharre, obwohl die Satzung etwas anderes aussage, nachdem er für eine andere Liste und damit gegen die Freien Wähler angetreten war. Geier wollte das Thema erkennbar schnell loswerden und zur inhaltlichen Arbeit kommen: „Wir haben jetzt sechs Jahre Zeit, für unsere Leute zu werben, indem wir eine gescheite Politik machen.“

Wie das aussehen kann, zeigte er gleich auf: Am 23. September soll ein Bürgerstammtisch stattfinden. „Wir werden abwarten, ob das ein Format ist, das sich bewährt“, so der Vorsitzende, der auch gleich Themen nannte, unter anderem das „Dorfzentrum Mitterlern“. Geier: „Ich sage bewusst nicht Kratzer, denn da geht es um weit mehr.“

Die Parteifreien haben ein Jugendforum angestoßen, wie es in Wartenberg schon stattgefunden hat und in Langenpreising beschlossen worden ist. Die allgemeine Lage hatte das bisher verhindert. „Ich hoffe, dass das auf die Tagesordnung kommt“, so der Vorsitzende, der wie die beiden anderen Gemeinden auch den Kreisjugendring eingebunden sehen möchte.

Weiter wollen die Freien Wähler den Druck erhöhen, dass die dritte Startbahn endlich vom Tisch kommt. Geier deutete an, dass hinter den entsprechenden Aussagen von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger auch Benno Zierer stecke, der wiederum von Freising und Berglern aus entsprechende Impulse erhalten habe: „Da läuft einiges im Hintergrund.“

Die Außendarstellung der Parteifreien habe sich deutlich gebessert, freute sich der Vorsitzende: Junge Mitglieder hätten es in die Hand genommen, die FWG in den sozialen Medien besser zu verankern. Zum Vereinsleben zählte Geier das Ferienprogramm und die Dorfmeisterschaft der Stockschützen, an der man „erfolglos wie immer, aber mit großer Freude“ teilgenommen habe.

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