Gemeinderat Berglern

Spielplätze: Hunde müssen draußen bleiben

Die Spielplätze in Mitterlern werden gründlich aufgehübscht, teilweise sogar neu errichtet. Der Berglerner Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung kurzfristig auch Überlegungen angestellt, das bisherige Spielplatz-Gelände zu verkleinern, um einen Bauplatz zu schaffen und auf diese Weise zu Geld zu kommen, den Gedanken aber letztlich nicht weiter verfolgt.

Berglern – Hauptgrund: Der Spielplatz ist mit der imposanten Größe von 2000 Quadratmetern im Bebauungsplan verankert und wurde mit Anliegerbeiträgen bezahlt. Wenn die Gemeinde jetzt etwas verändert, ist sie nach dem Gesetz verpflichtet, allen Beitragszahlern von damals anteilig etwas zurückzuzahlen. Sie muss den Bebauungsplan ändern und hat überdies das Thema Lärmschutz wegen der Nähe zur Ortsdurchfahrt nicht gelöst.

„Also ich gehe da nicht dran“, beschied Bürgermeister Simon Oberhofer das Gremium. „Ich warne davor, da einzusteigen.“ Angesichts dieser Sachinformationen ließ der Gemeinderat weitere Aktivitäten in dieser Richtung dann auch bleiben und ging lieber an die Frage, wie der Platz ertüchtigt werden kann.

Wie berichtet, hatte Gemeinderätin Christine Kohlschütter sich für den Platz starkgemacht. Sie war es auch, die in der Sitzung mit ärgerlichen Details aufwartete: Sie verwies auf einen Bericht im Erdinger Anzeiger über Verschmutzung mit Hundekot und darauf, dass diese durch das Fehlen oder den Defekt der Tore auch kaum zu verhindern sei. Inzwischen hätten sie auch weitere Anwohner darauf angesprochen, dass Hundebesitzer wohl ihre Vierbeiner dort gezielt Gassi führen.

Oberhofer reagierte sichtlich verärgert und erklärte, das nicht gewusst zu haben. Maximilian Sertl von der Verwaltung riet, so etwas der Verwaltung zu melden. „Das ist eine Ordnungswidrigkeit.“ Kohlschütter zeigte sich skeptisch: „Sie wissen, wie problematisch das ist, Nachbarn hinzuhängen.“ Das sah auch Sertl so, und Bürgermeister Oberhofer sagte daher zu, sich um die Zugänge zum Gelände zu kümmern.

Der Hügel am Spielplatz muss abgeflacht werden, weil er nicht mehr stabil ist. Das steht fest. Aber als kleiner Schlittenhügel soll er nach den Vorstellungen der Verwaltung nutzbar bleiben. Ansonsten könnte auf dem großen und nur zum Teil mit Geräten ausgestatteten Platz ein kleiner Bolzplatz entstehen, lauteten weitere Überlegungen.

Der neu anzulegende Spielplatz im Baugebiet „Kleinfeld Ost“ soll laut Verwaltung „von der Pike auf neu gestaltet“ werden. Oberhofer kündigte noch für das erste Quartel eine Versammlung mit interessierten Eltern an, bei der über die Ausstattung gesprochen werden solle, „um eine gewisse Akzeptanz des Spielplatzes zu gewinnen“. Mittel stehen im Haushalt bereit, und zwar für beide Plätze bis zu einer Größenordnung von 65 000 Euro. Der Gemeinderat fasste noch keine weiteren Beschlüsse, gab aber deutliche Signale, dass die Verwaltung an die Einholung von Angeboten gehen darf. Angesichts der Auftragslage bei den Fachfirmen wird mit einer Umsetzung nicht vor September gerechnet.  klk

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Letzter Auftritt in den Geislinger Ängern?
Zum 29. Mal veranstaltet der Rennverein Erding heuer sein Herbstfest-Rennen. Am Sonntag, 2. September, findet die traditionsreiche Veranstaltung in den Geislinger Ängern …
Letzter Auftritt in den Geislinger Ängern?
Auf Spurensuche mit zwei Seelenschwestern
Sabine Penzenstadler und Michaela Dreier stellen ihre Kunstwerke im Erdinger Frauenkircherl aus.
Auf Spurensuche mit zwei Seelenschwestern
Baufirmen suchen Azubis
Baufirmen im Landkreis Erding suchen noch neue Azubis.
Baufirmen suchen Azubis
Neue Pläne für Strogen und Alte Schmiede
Die Langenpreisinger Dorferneuerung kommt voran. Jetzt gibt es neue Pläne für die Sanierung der Alten Schmiede, eines der ältesten Gebäude im Ort. An ihm fließt die …
Neue Pläne für Strogen und Alte Schmiede

Kommentare