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Berglern hat weiterhin die einzige Fairtrade-Grundschule im Landkreis

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Von: Bernd Heinzinger

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„Wir sind eine Fairtrade-School“, heißt es auf dem Schild. Das wurde in Berglern entsprechend gefeiert.
„Wir sind eine Fairtrade-School“, heißt es auf dem Schild. Das wurde in Berglern entsprechend gefeiert. © Heinzinger

In Berglern wird Nachhaltigkeit großgeschrieben: Als einzige Grundschule im Landkreis Erding besitzt die Einrichtung das Fairtrade-Siegel, und das schon seit einigen Jahren. Vor kurzem stand die Verlängerung des Zertifikats an, und dazu gab es nun eine Feier samt leckerem Frühstück.

Berglern – Rektorin Sabine Hoffmann ist seit rund fünf Jahren an der Berglerner Grundschule und betonte: „Fairtrade war mir schon immer wichtig, und ich mache auch beim Engagement Global mit“, einem Unternehmen, das Entwicklungsinitiativen voranbringt. Hoffmann wollte dieses Profil auch in die Schule bringen und stieß dort auf Begeisterung. Alle Lehrer und die Kinder in den insgesamt sechs Klassen machen fleißg mit.

Aktuell gibt es zudem vom Kultusministerium die Projektwoche „Alltagskompetenzen“ im Bereich Nachhaltigkeit, an dem die Berglerner ebenfalls teilnimmt. Hoffmann betont: „Wir leben zwar in Berglern, die Welt ist aber riesengroß. Es ist wichtig, unseren Kindern zu lehren, dass es anderen in ihrem Alter nicht so gut geht.“

Bei den Feierlichkeiten zur Verlängerung des Siegels kam Landrat Martin Bayerstorfer als Schirmherr vorbei. Auch er bekräftigte, dass nicht alle Kinder auf der Welt eine glückliche Kindheit hätten: „Woanders auf der Welt müssen sie bereits arbeiten, das ist bei uns zum Glück verboten.“ Die Grundschüler würden mit der Teilnahme großartige Verantwortung zeigen: „Ihr helft, dass es weniger Ausbeutung gibt und seid damit ein Vorreiter in unserem Landkreis.“

Berglerns Bürgermeister Anton Scherer zeigte sich stolz auf seine Schule: „Es ist toll, dass ihr mit voller Euphorie bei der Sache seid.“ Schulamtsdirektor Robert Leiter gratulierte ebenfalls zur Auszeichnung: „Die bekommt man nicht einfach so für Fingerschnippen. Da hängt eine ganze Menge an Arbeit und Lernbereitschaft dahinter.“

Es gibt diverse Vorgaben, um das Siegel zu bekommen: etwa einen sogenannten Kompass innerhalb der Schule, dort werden ausschließlich faire Produkte angeboten. Die Behandlung des fairen Handels im Unterricht und zusätzlich themenbezogene Aktionen sind weitere Voraussetzungen. In Berglern ist das beispielsweise der „faire Nikolaus“.

Dann übergab die Erdinger Raiffeisenbank in Person von Josef Nunberger und Manuel Schmidt noch eine 250-Euro-Spende, und es folgten die von der Rektorin bei den Schülern wohl am besten ankommenden Worte: „Das Buffet im Freien wartet auf euch.“ Dort hatten die Mitglieder des Elternbeirats liebevoll eine reichhaltige Tafel hergerichtet, natürlich ausschließlich mit Lebensmitteln aus dem Fairtrade-Handel. Das ließen sich neben den Kindern auch die Ehrengäste an diesem heißen Tag in Berglern schmecken.

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