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Die Antenne des neuen Hotspots ist am Bauhofgebäude installiert (r. oben). Die Hinweisschilder werden demnächst installiert. Präsentiert wurden sie am Donnerstag von (v. l.) Maximilian Sertl (Geschäftsleiter des Wartenberger Rathauses), Michael Rademacher (SWM). Bürgermeister Simon Oberhofer und Jörg Ochs (SWM).

Hotspot am Kratzerwirt

Freies Internet mitten in Mitterlern

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Berglern - Die Gemeinde Berglern richtet einen freien Internetzugang am Bauhof ein. Möglich wurde das durch ein Gewinnspiel.

Chatten, online Musik hören, Bilder hin- und herschicken – das ist Alltag für Smartphone-Nutzer. Viele freuen sich, wenn sie sich dazu bei einem öffentlichen Hotspot einwählen können. So verbrauchen sie nicht das Datenvolumen ihres Mobilfunkvertrags. Diese Möglichkeit bietet sich jetzt in Mitterlern vor dem Bauhof. Die Gemeinde Berglern hatte bei einer Verlosung der Stadtwerke München (SWM) gewonnen und kann nun ein Jahr lang kostenlos einen SWM-Hotspot anbieten. Für Nutzer, die sich bis zu 200 Meter vor der Antenne befinden, ist der Service ohnehin gratis.

Nun ist die Fläche vor dem Kratzerwirt nicht gerade der soziale Mittelpunkt der Gemeinde. Ein örtliches Autohaus nutzt sie teilweise als Abstellplatz. Immerhin werden die Kunden des Sozialladens Rundum im Kratzerwirt und Wartende an den Bushaltestellen davor in den Genuss des freien Internet-Empfangs mit einer Bandbreite von bis zu 50 Megabit kommen.

Der Standort habe an einem kommunalen Gebäude mit Internetanschluss sein müssen, erläuterte Bürgermeister Simon Oberhofer. Er sei froh, dass er diesen Service anbieten könne: „Wir gehen mit der Zeit.“ Ursprünglich war der Kirchplatz als Hotspot-Standort vorgesehen. „Unser Schulleiter hat aber gesagt, dass ihm das nicht recht wäre, weil die Kinder in der Pause miteinander spielen sollen und nicht auf ihr Handy schauen“, sagte Oberhofer bei der offiziellen Inbetriebnahme am Donnerstagnachmittag.

„Wir machen seit 2013 den gleichen Service in München“, berichtete Jörg Ochs, Leiter der SWM-Telekommunikation. Dort gebe es Hotspots in Krankenhäusern, Schulen oder an öffentlichen Plätzen. Nach Anfragen von Gemeinden aus dem Umland habe sich das Unternehmen zu der Verlosung entschieden. In der Region war noch die Stadt Moosburg unter den Gewinnern.

Rechtlich ist für viele Gemeinden die so genannte Störerhaftung eine Hürde, also die Regel, nach der nicht nur der Endnutzer für illegale Internetaktivitäten haftet, sondern auch der Hotspot-Betreiber. Bei ihrem MWLAN-Service übernehmen das die Stadtwerke. Dazu seien Jugendschutz- und Sicherheitsfilter installiert, die unter anderem den Download von Pornografie verhindern, sagte Ochs. Außerdem müsse jeder Nutzer beim ersten Seitenaufruf im Internet die AGB akzeptieren, nach denen er sich verpflichtet, nach diesen Regeln zu im Netz zu surfen.

„Man muss das Risiko auf sich nehmen“, erklärte Ochs zur Störerhaftung. Allerdings hätten die SWM seit 2013 „nur zwei oder drei Fälle, in denen die Polizei auf uns zugekommen ist“. Dabei sei es nicht um ungesetzliche Online-Aktivitäten gegangen, sondern um gestohlene Handys, die sich über SWM-Hotspots eingewählt hätten.

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