Der Gemeinderat von Berglern wird sich in der kommenden Wahlperiode gründlich anders darstellen als in der zu Ende gehenden.
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Anton Scherer (39)Berglerner Bürgerliste, 1051 StimmenDipl. Verwaltungswirt
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Anna Mayr (31/neu)Parteiunabhängige Berglerner, 648 StimmenLandwirtin
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Fanz Röslmair (51)Freie Wählergemeinschaft, 825 StimmenGroßhandelskaufmann
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Thomas Appelmann (32/neu)Berglerner Bürgerliste, 599 StimmenMaler
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Marita Anzinger (49/neu)Freie Wählergemeinschaft, 673 StimmenBeamtin
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Elisabeth Bauer (54)Parteiunabhängige Berglerner, 629 StimmenSelbstst. Fußpflegerin
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Albert Furtner (62)Freie Wählergemeinschaft, 668 StimmenLandwirtschaftsmeister
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Simon Oberhofer (62)Berglerner Neue Wählergemeinschaft, 1001 StimmenDipl. Verwaltungswirt

Hauchdünn sechsten Sitz verpasst

Scherer beschert Bürgerliste einen Triumph

Der Gemeinderat von Berglern wird sich in der kommenden Wahlperiode gründlich anders darstellen als in der zu Ende gehenden.

Berglern – Der Gemeinderat von Berglern wird sich in der kommenden Wahlperiode gründlich anders darstellen als in der zu Ende gehenden. In erster Linie ist dafür verantwortlich, dass die Berglerner Bürgerliste gewaltig zugelegt hat. Hier sind Parallelen zu Wartenberg erkennbar: Der Bürgermeisterkandidat Anton Scherer marschiert durch, und in der Folge nimmt er gleich eine ganze Reihe von Listenkandidaten mit. Auf diese Weise wird die Berglerner Bürgerliste zur unbestrittenen Wahlgewinnerin und hätte um einige Stimmen sogar noch einen weiteren Sitz errungen. Scherer: „Das ist extrem knapp gewesen, wir hatten am Ende echt zwei Statistiken.“

Freie Wähler „mit hellblauem Auge davongekommen“

Dass die Freien Wähler, die bislang den Bürgermeister gestellt haben, nicht in einen Sog geraten sind, bezeichnet auch deren Vorsitzender Markus Geier als Glücksfall. Erst im September hatten sich die Freien Wähler von Bürgermeister Simon Oberhofer gelöst, und das ist für diese Liste erstaunlich folgenlos geblieben. Natürlich haben sie Federn lassen müssen, aber Geier gab gegenüber der Heimatzeitung selber zu: „Wir sind mit einem hellblauen Auge davongekommen.“ Zufrieden sein könne man dennoch nicht, gab Geier zu. Man werde in den nächsten sechs Jahren hart arbeiten müssen, um zur alten Stärke zurück zu finden.

Die Freien Wähler hatten bekanntlich auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichtet, gleichwohl aber auch Scherer nicht offiziell auf den Schild heben wollen. Die Parteiunabhängigen Berglerner (PuB) hatten sich wie die Berglerner Bürgerliste hinter Scherer gesammelt. Das hat sich zumindest in Sitzen im Gemeinderat nicht ausgezahlt. Vizebürgermeister Otmar Lerch von der PuB ist dennoch zufrieden: „Wir haben gewaltigen Anteil daran, dass der Wechsel stattfinden kann, der Neuanfang möglich ist.“

Stimmverlutz bei den PuB

Die Stimmenverluste seiner Gruppierung begründete er damit, dass die PuB auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatten, der traditionell immer Stimmen bringen würde. „Schade ist natürlich, dass unser Vorsitzender Otto Schwarzkugler seinen Sitz nicht hat halten können. Dafür haben wir mit Anna Mayr einen regelrechten Shooting-Star ins Gremium gebracht“, meinte Lerch weiter.

Dass Simon Oberhofer es doch noch mit einer eigenen Liste versucht hat, hatte kaum Auswirkungen auf das Wahlergebnis oder die Zusammensetzung des Gremiums. Er hat es als einziger in den Gemeinderat geschafft.

Scherer wünscht Zusammenhalt im Gemeinderat

Die Eindeutigkeit des Wahlergebnisses bei der Bürgermeisterwahl ist selbst für den Sieger eine Überraschung. „Ich hatte mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen gerechnet, mir aber immer die Hoffnung gemacht, dass ich die Nase vorn haben werde. Aber dass es so eindeutig ausgegangen ist, das hätte ich nicht gedacht.“ Er zeigte sich entschlossen, diese Mehrheit jetzt auch zu nutzen. „Ich habe immer gesagt, dass ich den Gemeinderat mitnehmen möchte. Ich denke, dass das auch mit Simon Oberhofer gehen wird.“

Tatsächlich gibt es bereits die Zusage vom Noch-Amtsinhaber an den Sieger, bei der Amtsübergabe behilflich zu sein. Von Oberhofer selbst war sogar nach 13 Versuchen keine Stellungnahme zu erhalten.

Klaus Kuhn

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