Ganztag ab 2025? Erweiterungsmöglichkeiten der Berglener Schule ergeben sich in Richtung Feuerwehrhaus.
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Ganztag ab 2025? Erweiterungsmöglichkeiten der Berglener Schule ergeben sich in Richtung Feuerwehrhaus.

Gespräch mit Vizebürgermeister Otmar Lerch

Berglern hofft auf mehr Sicherheit auf Schulweg und Ortsumgehung

„Wir müssen es machen wie in Moosinning: Langsam, langsam, langsam….“: Vizebürgermeister Otmar Lerch (PuB) hat kein Problem damit, sich von unserer Zeitung an die Forderung nach einer Ortsumgehung für Berglern erinnern zu lassen. Die steht immerhin in gleich mehreren Wahlprogrammen, genauso wie eine Verkehrsberuhigung vor allem vor der Schule.

VON KLAUS KUHN

Berglern - „Wir haben keine Alternative“, betont Lerch zur Ortsumgehung – wohlwissend, dass solche Planungen und erst recht ihre Durchsetzung zeitlich quasi unkalkulierbar sind, vor allem vor dem Hintergrund der sich verstärkenden Diskussion um Flächenfraß. Es werde langfristig nicht ohne gehen. „Wir müssen einfach da dran bleiben.“

Überhaupt sieht der 2. Bürgermeister, Anton Scherer weilt zur Zeit des Gesprächs mit der Heimatzeitung im Urlaub, im Bereich der Schule die größten Veränderungen auf die Gemeinde zukommen. „Bis 2025 soll ein Ganztagsangebot stehen.“ Darum gebe es auch einen gewissen Zeitdruck für Planung und Bau des neuen Feuerwehr-Gerätehauses. Dann nämlich könne sich die Schule erst räumlich ausweiten. Sonst: „Da wird das eine oder andere Platzproblem auftreten.“

Zugleich stellt er sich hinter die zuständige Referentin Christine Kohlschütter (FW) und betont, dass in Sachen Schulwegsicherheit etwas getan werden müsse. Das Verkehrsaudit, das im Zusammenhang mit dem laufenden Bauleitverfahren für die neue Ortsmitte angestoßen worden ist, könne die Gemeinde voranbringen, so die Hoffnung des Rathausvizes. „Das ist erst der erste Schritt.“

Lerch hat schon zu einem früheren Zeitpunkt verlangt, dass dieses Audit unbedingt ernstgenommen werden müsse und keinesfalls als Formsache behandelt werden dürfe. Er hat die Idee, die Bürgermeister-Strobl-Straße komplett zu sperren, so dass niemand mehr die Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule fahren und dort ein Verkehrschaos verursachen kann. Ein konkretes Ziel nennt er auch: „Wir müssen das so hinkriegen, dass wir nicht mehr Schulweghelfer brauchen.“ Er verweist auf die von Scherer begonnene Tradition, die Ehrenamtlichen einzuladen und ihren Einsatz zu würdigen – das sei gut und richtig. Lerch orakelt, dass auf den Gemeinderat noch eine Menge Arbeit zukomme: „Wir müssen das 2022 alles takten.“.

Bleibt die Ortsdurchfahrt selbst. Es gibt eine gesetzliche Regelung, dass vor Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h durchsetzbar ist. In Wartenberg gilt das beispielsweise vor dem katholischen Kinderhaus, in Langenpreising vor der Schule, in Zustorf im Bereich einer Schulbushaltestelle. Die Wahlprogramme von mehreren Berglerner Rathausgruppierungen verlangen gar einen verkehrsberuhigten Bereich. Der aber funktioniert wohl nur, wenn der Hauptverkehr außen herum geführt wird. Lerch erinnert an frühere Überlegungen, eine solche Umgehung am Isarkanal entlang zu führen. Das sei aber nicht mehr möglich.

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