Neue Regelung

Einzelne Rassen unter Kampfhund-Verdacht

Die Gefährlichkeit von Hunden rückt in der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg in den Fokus. Für bestimmte Rassen ist ein spezielles Zeugnis nötig.

Berglern – Hundehalter in Berglern wie auch in der ganzen Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg müssen sich auf Neuregelungen einstellen. In Berglern gehen Verwaltung und Rat an die Überarbeitung der Hundesteuersatzung. Dabei geht es um Hunderassen der „Kategorie 2“, bei denen eine „gesteigerte Aggressivität“ vermutet werden muss – zum Beispiel Rottweiler, Mastiff oder Bullterrier.

„Es geht um die großen Hunde, die dem Kampfhund nahe kommen“, erklärte Bürgermeister Simon Oberhofer in der Berglerner Gemeinderatssitzung. Die vielen Zamperl, die höchstens mit ihrem Übergewicht kämpfen, sind nicht gemeint. Hunde der „Kategorie 2“ brauchen nach Informationen der bayerischen Polizei ein Negativzeugnis. Ein solches muss unter Vorlage entsprechender Nachweise bei der Gemeinde beantragt werden.

Liegt kein Negativzeugnis vor, geht der Gesetzgeber von einem Kampfhund aus. Und ein solcher wird – in den Gemeinden unterschiedlich – inzwischen fast grundsätzlich drastisch höher besteuert. Mehr noch: Wer einen Kampfhund halten will, braucht dazu eine Erlaubnis der Gemeinde. Daher heißt es auf der Homepage der Polizei: „Achtung: Sie als Halter müssen auch das vorläufige Negativzeugnis beantragen – ohne dieses halten Sie einen Kampfhund (ein solcher ist auch schon ein Welpe oder Junghund) ohne Erlaubnis der Gemeinde – das ist strafbar.“ Die steuerliche Anmeldung des Hundes genüge nicht, sie sei hiervon unabhängig.

Ähnliche Vorschläge erarbeitet die Verwaltung jetzt auch für die übrigen VG-Gemeinden. „Ob das dann durchgezogen wird, müssen die Gemeinderäte entscheiden“, hob Verwaltungsleiter Maximilian Sertl im Gespräch mit der Heimatzeitung hervor.

Jeder, der sich einen Hund zulegt, müsse vom Züchter erfahren, zu welcher Kategorie der Vierbeiner gehört, erläuterte Sertl. Er bestätigte aber auch, dass der Hundehalter von sich aus tätig werden müsse. In den entsprechenden Bestimmungen, die jetzt in der VG Wartenberg umgesetzt werden, wird in den Vorworten der Schutz der Bevölkerung als Ziel genannt.

In der Vorlage an den Gemeinderat Berglern heißt es, dass im Ort seit 2016 keine Kampfhunde mehr gehalten werden. Aber auch solche Hunde der „Kategorie 2“ können mit dem für Kampfhunde geltenden Satz besteuert werden. Die Vorlage bezieht sich hierbei auf die aktuelle Rechtsprechung, wonach ein „rechtfertigender sachlicher Grund für den Erlass einer Lenkungssteuer mit dem Ziel der Minimierung einer als gefährlich vermuteten Hundepopulation“ vorliegt. klaus kuhn

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