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Auf dieser Fläche entsteht die neue Berglerner Ortsmitte

Planungen für die Ortsmitte

Das neue Superzentrum von Berglern

Der Gemeinderat von Berglern hat das große Verfahren für die Schaffung einer neuen Ortsmitte auf den Weg gebracht: Feuerwehr, Supermarkt, nach Möglichkeit auch Arztpraxen und eine Apotheke sollen auf dem großen Grundstück zwischen Wartenberger Straße und Kanal untergebracht werden. Wie berichtet, hat die Gemeinde das Grundstück erwerben können, das ihr diese Chancen eröffnet.

VON KLAUS KUHN

Berglern – „Ich denke, der Standort ist optimal“: Bürgermeister Simon Oberhofer rührte die Werbetrommel für das Projekt, das nicht ganz einfach ist: Für diesen Bereich gibt es auch den Antrag eines Landwirtes, einen Bullenmaststall zu errichten. Um die Planung der Gemeinde sichern zu können, hat der Rat darum eine Veränderungssperre erlassen. Nach den Worten von Planer Franz Pezold ist es aber möglich, alle diese Nutzungen unter einen Hut zu bringen. „Da bin ich zuversichtlich, dass das geht.“

Ausführlich nahm er Stellung zu dem, was rechtlich möglich ist. Mehr als 1200 Quadratmeter seien wegen der fehlenden zentralörtlichen Funktion der Gemeinde Berglern nicht zu realisieren, warnte Pezold. Das bedeute zwingend, dass bei einem Supermarkt, der mit anderen Geschäften kombiniert werde, die Verkaufsflächen addiert werden müssten. Die Lage sei aber sehr gut für einen solchen Supermarkt, bestätigte Pezold und machte das anhand von konkreten Zahlen fest.

In den beiden Straßen, die an dem Gebiet vorbeiführen, würden 4000 bis 6000 Fahrzeuge pro Tag gezählt. „Das ist schlecht für die, die dort wohnen, aber für die Planung eines Supermarkts durchaus ein Thema. Niemand wird einen Supermarkt dorthin bauen, wo er keine Frequenz erwarten kann“, so Pezold.

Der Bebauungsplan, der den Namen „Wartenberger Straße“ bekommt, wird im sogenannten Parallelverfahren gemeinsam mit der Änderung des Flächennutzungsplans vorangebracht. Bürgermeister Oberhofer kündigte intensive Gespräche mit allen Beteiligten an.

Auf diese legt vor allem Gemeinderat Anton Scherer Wert, der dafür plädierte, „behutsam weiterzumachen“, und zugleich anregte, auch schon mal die Gutachten in Auftrag zu geben. Diese sollten Aussagen darüber hergeben, welche Abstände zwischen den einzelnen Nutzungen eingehalten werden müssten. Das Planungsgebiet wird nämlich zwei sogenannte Sondergebiete enthalten: „Einzelhandel und Infrastruktur“ sowie „Landwirtschaft“.

Nach Vorgesprächen mit dem Landratsamt hatten Bürgermeister, Bauverwaltung und Planer sich auf diese Vorgehensweise verständigt. Hinweise aus dem Gemeinderat, dass der Landwirt mit seinem Vorhaben privilegiert sei und darum ein solches Sondergebiet nicht erforderlich sei, wurden darum nicht weiterverfolgt. Pezold warnte nämlich auch davor, dass jemand, der jetzt zuerst baue, nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ den jeweils anderen in seinen Planungen massiv behindern könnte.

Tatsächlich lag dem Gemeinderat das Baugesuch für den Bullenmaststall schon vor. Weil es den Planungen der Gemeinde zuwiderläuft, wurde später unter dem Punkt „Baugesuche“ das gemeindliche Einvernehmen konsequent verweigert. Einstimmig fielen diese ganzen Beschlüsse jedoch nicht. Es gab drei Gegenstimmen.

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