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Franz-Josef Beckmann aus Marsberg-Giershagen (Hochsauerlandkreis) ist eine Art Vorbild für das BRK-Projekt in Berglern. Seit 35 Jahren beliefert der 56-Jährige mit seinem rollenden Supermarkt sechsmal die Woche seine Kunden im Radius von 50 Kilometern. An Bord hat er viel frisches Obst und Gemüse, Molkerei-Produkte und eine Tiefkühltruhe. Wurst, Eier und Geflügel aus der Region dürfen natürlich auch nicht fehlen. 

Neuer Service ab Mai

BRK-Supermarkt rollt durch Berglern, damit alle genug zu essen haben

Ein Lebensmittelmarkt auf Rädern soll ab Anfang Mai die Nahversorgung in Berglern sicherstellen. Das Rote Kreuz startet damit ein vollkommen neues Angebot.

Berglern – Zwei Mal pro Woche wird ein „Rollender Supermarkt“ nach Berglern kommen. Dieser Service des Bayerischen Roten Kreuzes startet voraussichtlich am Dienstag, 1. Mai. Das bestätigt Juliana Mangold, die beim BRK-Kreisverband für das Projekt zuständig ist. Sie habe darüber bereits positive Gespräche mit dem Vize-Bürgermeister und Seniorenbeauftragten in Berglern, Otmar Lerch, geführt.

Lerch hatte in Senioren-Sprechstunden und Gemeinderatssitzungen schon mehrfach auf das Problem der schlechten Nahversorgung im Ort hingewiesen, nachdem der langjährige Lebensmittelmarkt geschlossen hat.

Lerch wollte gegenüber der Heimatzeitung noch gar nicht so sehr mit Details zum rollenden Supermarkt herausrücken. BRK-Sprecherin Juliana Mangold hingegen war schon derart weit mit den Planungen, dass sie anfing, die Werbetrommel zu rühren. „Berglern ist ja recht lang gestreckt“, sagte sie. Darum werde der rollende Supermarkt wohl an zwei Stellen in Berglern halten, um den Einwohnern lange Wege zu ersparen. Der elf Meter lange Lastwagen werde eine halbe Stunde lang an jeder Station Halt machen.

Juliana Mangold deutete zudem an, dass für den Laster noch ehrenamtliche Fahrer gesucht würden. Führerschein Klasse 2 sei für das Fahrzeug erforderlich. „Das ist ein richtig schöner großer Supermarkt“, schwärmte sie. Dieser mobile Laden wird ein kleiner Vollsortimenter sein, der viele Dinge des täglichen Bedarfs dabei hat.

Bei der Größe des Fahrzeugs und dem Platzbedarf für wartende Kunden sei die Suche nach einem Haltepunkt das zentrale Thema. „Otmar Lerch ist hier auf der Suche nach Plätzen“, berichtete die BRK-Sprecherin auf Nachfrage. Tatsächlich hatte er schon den Parkplatz an der Kirche für einen Wochenmarkt genannt und dafür bei Bürgermeister Simon Oberhofer Interesse geweckt.

Mit dem rollenden Supermarkt setzt das Kreis-BRK eine Ankündigung aus der Hauptversammlung um. „Wir wollen in die Ortschaften, wo es gerade für ältere Menschen Versorgungsprobleme gibt“, hatte da Geschäftsführerin Giesela van der Heijden gesagt. Doch man wolle keine Konkurrenz zum bestehenden Handel sein, betonte Vize Jürgen Loher.

Langenpreising lässt BRK mit seinem Supermarkt abblitzen

Abgeblitzt ist das BRK mit seinem „Rollenden Supermarkt“ im Langenpreisinger Gemeinderat. Als Bürgermeister Peter Deimel dieses Ansinnen vortrug, erhob Andreas Steiner (SPD) sofort Protest: Man werde doch keine Konkurrenz für den Dorfladen installieren. Juliana Mangold vom BRK kündigte daraufhin an, noch mal an die Gemeinde heranzutreten, weil es auch dort Ortsteile gebe, wo ältere Menschen Probleme hätten, zum Dorfladen zu kommen. 

Lesen Sie hier die Geschichte von einem der letzten Tante-Emma-Läden in München.

Klaus Kuhn

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