„Gemeinsam Dorf sein“ - unter dieses Motto stellte Berglerns Bürgermeister Simon Oberhofer (l.) seine Rede zum Neujahrsempfang der Gemeinde. Viele Ehrenamtliche waren seiner Einladung gefolgt.
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„Gemeinsam Dorf sein“ - unter dieses Motto stellte Berglerns Bürgermeister Simon Oberhofer (l.) seine Rede zum Neujahrsempfang der Gemeinde. Viele Ehrenamtliche waren seiner Einladung gefolgt.

Neujahrsempfang

Berglern – ein Ort der Gemeinschaft

Der Neujahrsempfang der Gemeinde Berglern ist schon immer gedacht gewesen als Dank an die vielen Ehrenamtlichen in der Gemeinde.

Berglern – Der Neujahrsempfang der Gemeinde Berglern ist schon immer gedacht gewesen als Dank an die vielen Ehrenamtlichen in der Gemeinde. „Gemeinsam Dorf sein“, das stellte darum Bürgermeister Simon Oberhofer als Motto voran, als er am frühen Sonntagabend, nachdem er viele Hände geschüttelt hatte, seine Ansprache an die Gäste im Saal der Sportgaststätte richtete.

„Ich möchte insbesondere den Menschen danken, die sich in der Gemeinde und für die Gemeinde engagieren.“ Ehrenamtlich tätig waren auch die Berglerner Bläser unter der Leitung von Hans Huber, die fröhlich aufspielten. Oberhofer spannte einen Bogen zur „großen Politik“, stellte die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, „Wut, Frust, Angst vor Armut und offene Fremdenfeindlichkeit“ fest, was er „leider wenig ermutigend“ fand.

Etwas leidenschaftlicher wurde er, als er dazu aufrief, demokratische Rechte etwa bei er Europawahl im Mai auch zu nutzen und das Erreichte auf europäischer Ebene zu verteidigen. „Wegen der EU können wir auf 70 Jahre Friedenszeit blicken“, stellte Oberhofer fest. Gegen die festgestellten negativen Tendenzen stellte er seine Gemeinde: „Berglern ist eine Dorfgemeinschaft, noch klein, von ehrenamtlichem Engagement und Tätigkeit geprägt, wenn Hilfe und Unterstützung benötigt wird.“

Wie jüngst im Gemeinderat hob er die Feuerwehr und ihren Einsatz in den Schneekatastrophengebieten Bayerns hervor. Zudem erinnerte Oberhofer an den sozialen Wohnungsbau, den die Gemeinde beschlossen habe, die immer weiter geführte Nutzung regenerativer Energien und die Investitionen in Schule und Kindertagesstätten. Auch den Rollenden Supermarkt des BRK sprach der Bürgermeister an. Dadurch habe sich die Nahversorgung im Ort verbessert. Aber: „Mittelfristig ist es mein Ziel, wieder einen Lebensmittelmarkt nach Berglern zu bekommen. Die Gespräche dazu laufen.“

Aktuell bemühe sich die Deutsche Glasfaser, Berglern auf die Datenautobahn zu bringen. Dafür müsse sie 40 Prozent der Haushalte gewinnen. „Bitte, geht hin“, appellierte der Bürgermeister, zur Infoveranstaltung am kommenden Donnerstag um 19 Uhr im Sportheim zu kommen – ungeachtet der kritischen Bewertungen des Unternehmens im Internet.

Dass es dem Sportverein gelungen ist, einen neuen Wirt fürs Sportheim zu finden, gehörte zu den positiven Mitteilungen Oberhofers. Allerdings musste SVE-Vorsitzender Franz Knittler auf Nachfrage der Heimatzeitung einschränken: „Die Konzession ist noch nicht da. Erst wenn sie vorliegt, können wir an die Öffentlichkeit gehen.“ Da hatte Oberhofer schon jene Worte gesprochen, die er selbst als „die vier wichtigsten Worte des Abends“ bezeichnete: „Das Buffet ist eröffnet.“  klk

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