Pläne für Berglern

Sempt: Entschlammung erst ab 2018

Berglern - Bis die Sempt entschlammt wird, dauert es noch. Zunächst ist die Schwillach an der Reihe.

Wasser fließt bergab. Das ist bekannt, vor allem dem Wasserwirtschaftsamt. Aufgrund dieses Naturgesetzes muss die Entschlammung von Gewässern, wie sie die Gemeinde Berglern in der Sempt wünscht, in den Abschnitten oberhalb der Gemeinde beginnen, sonst bringen die Sempt und ihre Nebenflüsse sofort wieder neues Geschiebe mit. Und unter anderem darum wiederum kann die Entschlammung der Sempt erst 2018 beginnen. Das ist die Quintessenz eines langen Schreibens der Behörde an Bürgermeister Simon Oberhofer. Der verteilte den Brief in der Gemeinderatssitzung und fand die Begründung für die Verzögerung so überzeugend, dass er dem Wasserwirtschaftsamt für sein Verständnis für die Nöte der Gemeinde dankte.

Dieses Verständnis hat die Behörde tatsächlich zum Ausdruck gebracht. Der Wasserspiegel der Sempt, wird im Schreiben festgehalten, ist in einigen Abschnitten höher als das Geländeniveau. „Wir verstehen Ihre Sorgen, dass im Hochwasserfall die Abflusskapazität nicht ausreichend sein könnte, um den gesamten Abfluss im Gewässerbett abzuführen“, heißt es in dem Brief.

Die Behörde beginnt mit der Entschlammung in der Schwillach. Die dort gesammelten Erfahrungen sollen in die weiteren Maßnahmen, eben auch an der Sempt, einfließen, heißt es weiter in dem Schreiben, in dem von einer „nachhaltigen Lösung“ die Rede ist. Um eine solche zu erreichen, seien alle Beteiligten einzubinden, schreibt Bauoberrat Stefan Fach weiter.

Der Schlamm aus öffentlichen Gewässern hat, wie berichtet, in Langenpreising im Jahr 2015 die Grenzwerte für Schwermetalle überschritten. Betroffen war die Strogen, unter anderem im Bereich Pottenau, wie damals das Wasserwirtschaftsamt auf Nachfrage bestätigt hat. Konsequent hat jetzt die Behörde dem Schreiben Fachs zufolge angeordnet, dass der Schlamm untersucht wird. Das Material soll bekanntermaßen neben der Sempt abgelagert und entwässert werden, um es in der Landwirtschaft zu verwenden, da Transport und Entsorgung der Schlammmengen wirtschaftlich nicht darstellbar seien. Für Oberhofer ist der Fall klar: „Wir werden uns das auf Wiedervorlage legen“, kündigte er an. „Und dann zu gegebener Zeit nachfragen.“

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