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Testzentrum-Triple

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„Sie kennen das ja schon“, meinte Wirtschaftspsychologie-Studentin Mahta Bigarbeagi beim Abstrich zu Vizebürgermeister Otmar Lerch. 
„Sie kennen das ja schon“, meinte Wirtschaftspsychologie-Studentin Mahta Bigarbeagi beim Abstrich zu Vizebürgermeister Otmar Lerch.  © Klaus Kuhn

In Berglern hat am gestrigen Mittwoch ein Corona-Testzentrum für die Bürger eröffnet, in Eitting ist es vor wenigen Tagen in Betrieb gegangen, und in Schwaig soll es kommende Woche kommen.

Berglern/Eitting/Schwaig – Wobei der genaue Termin noch nicht ganz fix ist, wie Andreas Heuwieser, Partner seines Mitstreiters Fabian Aupperle, bei der Eröffnung in Berglern sagte. Vizebürgermeister Otmar Lerch meinte: „Wir sind unheimlich froh, dass wir in Berglern so was haben.“

Aupperle, so manchem sportaffinen Landkreisbürger noch als Trainer der Fußballer des FC Erding bekannt, ist geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, das am 13. Dezember erst das Konzept beim Kostenträger, der Kassenärztlichen Vereinigung, zur Genehmigung eingereicht hat. „Am 15. war Meldeschluss. Wir haben echt 18-Stunden-Tage hinter uns“, sagte Heuwieser und zeigte sich dankbar für das Entgegenkommen der Gemeinde. Die Mitarbeiter können nämlich beispielsweise die sanitären Anlagen in der Stockschützenhalle nutzen.

Auch die sonstige Einrichtung am Sportgelände steht zur Verfügung, etwa für die Pause. Der Stromanschluss ist verlegt, und so konnte das Unternehmen sehr kurzfristig anfangen. Für Heuwieser war auch wegen des Wetters ein befestigter Platz wichtig. Damit hat es von der Unternehmensgründung bis zu den ersten Tests keine vier Wochen gedauert.

Das Team steht bereit: Andreas Heuwieser, Vanessa Hartshauser, Xenia Thum, Gizen und Nagihan Pala sowie Manizka Kumal (v. l.) nahmen am Mittwoch ihre Arbeit vor der Stockschützenhalle am Berglerner Sportgelände auf.
Das Team steht bereit: Andreas Heuwieser, Vanessa Hartshauser, Xenia Thum, Gizen und Nagihan Pala sowie Manizka Kumal (v. l.) nahmen am Mittwoch ihre Arbeit vor der Stockschützenhalle am Berglerner Sportgelände auf. © Klaus Kuhn

Die Infrastruktur sei in Eitting ähnlich gut: Da stünden etwa die Personaltoiletten des Marktes zur Verfügung. In Schwaig werde das Team dann bei der Lufthansa zu Gast sein. „Wir hätten ja auch mit Bau-Toiletten arbeiten können, aber das sind junge Mitarbeiterinnen, das kann man doch irgendwie nicht machen“, meinte Heuwieser.

Die Tests sind für die Bürger kostenlos, der Ablauf ist denkbar einfach: Die Anmeldung erfolgt auf der Seite der Stockhalle an einem Fenster. Dort ließ sich Joshua Widmann den Personalausweis des Vizebürgermeisters zeigen, der dann nur um den Container herumlaufen musste, wo Mahta Bigarbeagi mit dem Teststäbchen wartete. Heuwieser: „Wir haben innerhalb kürzester Zeit ein sehr internationales Team zusammengestellt. Es ist einfach großartig.“ Die junge Frau persischer Herkunft berichtet, dass sie Wirtschaftspsychologie studiere und den Job wunderbar mit ihrem Studium in Einklang bringen könne.

Rund 20 Mitarbeiter sind es derzeit, und das Unternehmen hat den Plan, sich auch in weiteren Gemeinden zu engagieren. Die Auswahl treffe letztlich die Kassenärztliche Vereinigung, so Heuwieser. In Berglern sei schlicht ein Bedarf festgestellt worden. Dass es den tatsächlich gibt, zeigten die Ersten, die schon kurz nach der Eröffnung vorbeischauten, sich testen ließen, um dann mit dem noch druckfeuchten Testergebnis schnell wieder davonzurauschen – dorthin, wo es wahrscheinlich nach der 2G-plus-Regel geht.

Lerch sieht in dem, was in Berglern gemacht wird, einen Beitrag zur Wiedergewinnung von Normalität. Seine Sorge gilt der derzeitigen Entwicklung, die immer mehr zu gewalttätigen Auseinandersetzungen tendiere. „Wir müssen doch wieder normal miteinander reden können“, so Lerchs Appell.

Öffnungszeiten:

Getestet wird in Berglern montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 13 Uhr. Das Testzentrum soll vorerst bis 31. März vor der Stockschützenhalle in Betrieb bleiben.

Klaus Kuhn

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