„Der Zweckverband Berglerner Gruppe ist nach wie vor einer der günstigsten weit und breit“, sagt Vorsitzender Anton Scherer.
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„Der Zweckverband Berglerner Gruppe ist nach wie vor einer der günstigsten weit und breit“, sagt Vorsitzender Anton Scherer.

Letzte Erhöhung erfolgte 2010 – Investitionen ins Leitungsnetz

Zweckverband Berglerner Gruppe: Wasserpreise steigen deutlich

Deutlich steigen werden die Gebühren im Bereich des Wasserzweckverbands Berglerner Gruppe. Das hat gute Gründe, wie Vorsitzender Anton Scherer erklärt.

Berglern – Die Erhöhung der Wasserpreise zum 1. Januar 2022 im Gebiet des Wasserzweckverbands Berglerner Gruppe hat den Wartenberger Marktrat Michael Gruber (SPD) umgetrieben. Er hat die Zahlen aufbereitet und in der öffentlichen Sitzung des Wartenberger Rats verteilt. Dabei sprach er von „erheblichen Erhöhungen“.

Zum Zweckverband gehören die Gemeinden der VG Wartenberg, also Berglern, Wartenberg und Langenpreising, hinzu kommen Fraunberg und Teile von Moosburg. Vorsitzender ist Berglerns Bürgermeister Anton Scherer, der im Gespräch mit unserer Zeitung gar nicht in Abrede stellt, dass die Erhöhungen teilweise kräftig seien.

Die Grundgebühr, die von der Zählergröße abhängt, steigt für die meisten Anschlussnehmer von 48 auf 78 Euro pro Jahr, der Kubikmeterpreis wird von 73 auf 87 Cent angehoben. Bei Letzterem blieb die Verbandsversammlung, die die Gebühren einstimmig beschlossen hatte, deutlich hinter dem Vorschlag der Verwaltung von 1,03 Euro zurück.

Scherer ist dankbar dafür, dass sich die Verbandsversammlung so klar hinter die Linie der Verwaltung gestellt hat, auch wenn nicht alles durchgegangen sei. Die Anhebung der Grundgebühr war dem Gruber-Papier zufolge von der Verwaltung nicht vorgeschlagen worden.

Scherer betont: „Der Wasserzweckverband Berglerner Gruppe ist nach wie vor einer der günstigsten weit und breit.“ Und er listete Beispiele auf: Im Zweckverband Moosrain beispielsweise liege die Grundgebühr bei 91,20 Euro und der Kubikmeterpreis bei 1,24 Euro. Im Holzland würden ebenfalls deutlich höhere Preise verlangt. Dort aber, muss er auf Nachfrage zugeben, liegt durch die enormen Leitungslängen bei geringer Anschlussnehmerzahl auch eine Sondersituation vor.

Zudem sagt Scherer, dass die letzte Anpassung der Grundgebühr 2010 erfolgt sei. „Die Grundgebühr soll die Fixkosten decken“, erläutert er. Das tue sie aber auch nach der Erhöhung nicht. Man müsse dazu wissen, dass in der Zeit drei Personen eingestellt worden seien. Die Investitionen seien bekanntermaßen erheblich und müssten eben über die Gebühren finanziert werden. Das korrespondiert mit den Zahlen des Haushaltsplans, der wie berichtet auch den Beginn des Austauschs von Wasserleitungen, die in die Jahre gekommen sind, enthält. Für heuer stehen 1,36 Millionen Euro Kreditermächtigung im Plan.

KLAUS KUHN

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