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Liebevoll hergerichtet ist Jahr für Jahr der Fichtenhain in Mooslern. Mittlerweile sind es 26 Stände, an denen die Besucher Weihnachtliches und Kunsthandwerk einkaufen können.

Zehn Jahre Waldweihnacht Mooslern

Aus einem Scherz wird ein Adventsidyll

26 Buden in einem Fichtenhain und stimmungsvolle Beleuchtung – der Waldweihnachtsmarkt Mooslern ist schon lange kein Geheimtipp mehr.

Mooslern – Wenn es dunkel wird und in den 26 Buden die Lichter angehen, wird es richtig gemütlich im Wäldchen bei Mooslern. Das wissen treue Besucher des dortigen Waldweihnachtsmarktes schon seit zehn Jahren. Von Anfang an organisieren den Markt Elisabeth Wiedemann und ihr Lebensgefährte Rolf Bolliger, unterstützt von Wiedemanns Tochter Claudia Schuricht und Freunden. Am Wochenende hat der Markt wieder stattgefunden.

Von Markt zu Markt hat Bolliger das ganze Jahr über die Organisation in der Hand: von der Anschaffung und der Reparatur der Hütten über die nötigen Genehmigungen bis hin zur Verpflichtung der Aussteller. Direkt vor der Mooslerner Waldweihnacht schlägt Wiedemanns Stunde. Sie kocht vor: Gulaschsuppe und Rehragout. Am Wochenende selbst werden Schupfnudeln und vieles andere für die vielen Gäste gezaubert, die gern etwas Warmes in den Bauch bekommen möchten.

Die Entstehung des Marktes ist nach den Worten der 72-Jährigen eine ganz eigene Geschichte: Mit den katholischen Frauen habe sie vor Jahren eine Waldweihnacht besucht. „Aus Blödsinn“ habe man dann überlegt, ob so etwas nicht auch in Mooslern zu machen ist. Einer muss dann aber die Ohren gespitzt haben: der damalige Freund der Tochter. Der habe das Landratsamt angeschrieben und nach den Bedingungen für eine Genehmigung gefragt. „Eines Tages stand dann in der Zeitung, dass der Gemeinderat über eine Waldweihnacht in Mooslern berät“, erinnert sich die frühere Bedienung auf den Volksfesten der Region. „Da haben wir nichts davon erfahren. Das Landratsamt hat das einfach als Antrag an die Gemeinde weitergegeben. So haben wir erfahren, dass wir eine Waldweihnacht machen“, erzählt sie und muss heute noch lachen. „Da sind wir natürlich hingefahren. Die Sitzung war ja öffentlich. Und dann hat der Gemeinderat einstimmig mit dem Bürgermeister dafür gestimmt.“

Wieder daheim habe die Familie wohl etwas Angst vor der eigenen Courage bekommen. Wiedemann sprach ein Machtwort: „Wissts was? Das wird jetzt gemacht!“ So zitiert sie sich selbst. Und so habe man mit zunächst acht Buden angefangen.

Von den ersten acht Verkäufern sind Elisabeth Aicher, Ingrid Zollner und Konrad Fink immer noch dabei. Das steht in der Festschrift, die Christine Sulzbacher aus Wörth anlässlich des kleinen Jubiläums gestaltet hat. Darin schreibt Bürgermeister Simon Oberhofer in seinem Grußwort von einem „ganz besonderen Weihnachtsmarkt in unserer Gemeinde“. Die Festschrift wurde zugunsten zweier Vereine verkauft: „Kleine Helden“ bemüht sich um schwerkranke Kinder und „Lichtblick Seniorenhilfe“ um bedürftige Senioren. Um die Zukunft ist der Initiatorin nicht bange: „So lange ich gesund bin und das machen kann, mache ich das auch.“

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