Zweckverband Berglerner Gruppe

Höhere Wasserpreise ab 2018

Berglern – Der Wasserzweckverband Berglerner Gruppe muss 2018 wohl kräftig an der Beitragsschraube drehen.

Das wird aus dem Finanzplan deutlich. Problematisch ist nach den Worten des Verbandsvorsitzenden Simon Oberhofer die dramatische Unterdeckung bei der Erschließung von Neubaugebieten. 19,5 Prozent Kostendeckungsgrad seien einfach zu wenig.

„Wenn solche Deckungslücken entstehen, ist es nicht verwunderlich, wenn die Gebühren steigen müssen“, sagte er in der Verbandsversammlung. In der Satzung seien Beiträge festgesetzt, die einfach nicht mehr auskömmlich seien, erläuterte der Berglerner Bürgermeister.

„Es ist vorgesehen, nächstes Jahr eine Beitragskalkulation durchzuführen“, kündigte der Verbandsvorsitzende an. Dazu kommt, dass Beiträge nur bei Neubauten fließen. Schon bei Baulücken sieht das nach dem Bericht der Verwaltung anders aus. Auch bei den Hausanschlüssen legt der Verband drauf, wenn auch nicht so viel.

Der Etat für 2017 spiegelt die Probleme wieder: Eine Million Euro Kreditermächtigung hat die Verbandsversammlung in den Haushalt geschrieben, aber Oberhofer machte deutlich, dass keineswegs ausgemacht sei, dass das Geld tatsächlich gebraucht werde. 200 000 Euro stehen für die Sanierung von Wasserleitungen bereit. Vor allem in der Strogenstraße in Wartenberg hat es nach dem Bericht Oberhofers einige Rohrbrüche gegeben, ein Leitungstausch sei angedacht.

Der Wasserzweckverband Berglerner Gruppe versorgt rund 15 000 Menschen mit Trinkwasser. Das Leitungsnetz hat 145 Kilometer Länge und wird mit sieben Pumpwerken und vier Behältern betrieben. Das Wasser kommt aus zwei Tiefbrunnen: einer in Berglern, der gut 540 000 Kubikmeter gefördert hat, und einer in Wartenberg mit 281 000 Kubikmetern.

Der Wasserverbrauch ist in den vergangenen Jahren nur leicht gestiegen. Den Strombedarf für die Pumpwerke kann der Verband weitgehend aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage bestreiten, ist aber dennoch verpflichtet, an einem sogenannten „Energie-Audit“ teilzunehmen, wofür volle 50 000 Euro bereitgestellt werden müssen.

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