Beschwerden über Schienenersatzverkehr

Landkreis - Wie so oft gab es auch am Freitag Probleme mit dem so genannten „Schienenersatzverkehr“ (SEV).

Bei Markt Schwaben wurde gestern damit begonnen, eine Brücke unter die Geleise von S- und Regionalbahn zu schieben. Die damit verbundene Sperrung der Strecke zwischen Feldkirchen und Erding führte zu einigem Ärger bei den Fahrgästen. Der Grund: Wie so oft gab’s Probleme mit dem so genannten „Schienenersatzverkehr“ (SEV).

Freitag, 9.02 Uhr, Ostbahnhof München: Die Durchsage beim Einfahren der S 2 informiert die Fahrgäste darüber, dass der Zug in Feldkirchen endet und die Fahrt Richtung Erding per SEV mit Bussen weiter geht. Am Bahnhof in Feldkirchen drückt ein junger Bahn-Bediensteter den Leuten eine Broschüre mit den Fahrzeiten der Busse in die Hand. Allerdings mit falschen mündlichen Informationen garniert, wie sich im Schnellbus Feldkirchen-Markt Schwaben-Erding herausstellt. „Der hat uns gesagt, dass beide Busse überall halten“, schimpft eine Frau, die wie andere raushastet, als sie durch den Fahrer vom Gegenteil erfährt. Leider ist der andere Bus, der an jeder S-Bahn-Station Halt macht, schon weg. Sie nimmt ein Taxi. Eine andere Frau lässt der Fahrer außerplanmäßig in Grub raus. Welcher der beiden Bussse wie fährt, ist nur ungenügend gekennzeichnet.

In Erding angekommen, lässt der Busfahrer niemanden mehr zur Rückfahrt nach Feldkirchen rein. „Ich fahre seit 4 Uhr früh, ich brauche eine Pause“, sagt er. Ein anderer Bus ist nicht da. Bahn-Mitarbeiter Maik Winkler, der die Pendler auf dem Bahnsteig informiert, ist gestresst: „Weil schon Busse komplett ausgefallen sind, regen sich die Pendler derartig auf, dass sie mich teilweise anschnautzen.“ Er hat keine Chance, mit den Busfahrern in Kontakt zu treten. Dazu bräuchte es Funkgeräte. Aber die hat keiner dabei.

Franz Lindemaier von der Pressestelle der Bahn, von uns auf die Pannen angesprochen, räumt ein: „Das sollte eigentlich besser laufen.“ Nur: „Für die Koordination der Busse ist der von uns mit dem SEV beauftragte Unternehmer zuständig.“ Lindemaier versprach, dass sich die Bahn sofort um das Problem kümmern würde und bat die Fahrgäste im Namen der Bahn um Entschuldigung. (Michael Luxenburger)

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