„Land unter“ - Gewitterfront rollt über Deutschland - Autofahrerin muss aus Geröllmassen gerettet werden

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„Wienerisch“ in Bestform: Die Liedertafel Dorfen mit Christoph Greven am Flügel, den Solisten Petra Moorloher und Wolfgang Bunk (vorne, M.), Violinistin Mirjam Brüllmann und Dirigentin Angelika Hillebrand (r.). Foto: Brennauer

Beschwingter Abend mit Wiener Liedern

Dorfen - Einen musikalischen Hochgenuss erlebten über 200 Besucher beim Herbstkonzert der Liedertafel Dorfen in der Mehrzweckhalle des Klosters Algasing. Chor und Solisten begeisterten mit Wiener Liedern.

Mit einem bunten, Melodienstauß und ausgewählten Stücken unter dem Motto „Wien bleibt Wien“ zelebriete der gemischte Chor unter der Leitung der Dirigentin Angelika Hillebrand und unterstützt von professionellen Instrumental-Solisten Auszüge aus dem vielseitigen Repertoir bekannter Komponisten. Ein bisserl leger, beschwingt heiter ganz nach Wiener Art, so der Moderator Hermann Simmerl mit seinen charmanten Ansagen („Meine Verehrung liebe Damen, servus die Herren“) führten Chor, Gesangs- und Instrumentalsolisten durch das knapp zweieinhalbstündige, vielseitige Programm.

Das Repertoir der von Chorleiterin Anglika Hillebrand ausgewählten und gekonnt interpretierten Lieder und Instrumentaldarbietungen reichte von der Klassik bis zur Moderne, von Mozart über den Walzerkönig Strauß, von Haydn, Robert Stolz bis hin zu dem bekannten österreichischen Liedermacher Reinhard Fendrich. Gekonnt und melodiös ausdrucksvoll sowie sichtlich stimmulierend auf das Publikum wirkten auch die Solis der Sopranistin und Ledertafelvorsitzenden Petra Moorloher („Heut kommen d'Engerl auf Urlaub nach Wien“) oder etwa die sentimental wirkenden Lieder „vom Bummerl“ (H. Schmela). Aber auch Tenor Wolfgang Bunk überzeugte mit anspruchsvollem Solis und zusammen im Duett mit Petra Moorloher gemixt mit harmonisch abgerundeten Chor-Einsätzen. Tenor-Musikstücke wie „I bin a echta Weana“ oder „Wenn der Herrgott net will“ gingen ebenso unter die Haut wie die unvergesslichen Melodien „Im Prater blühn wieder die Bäume“ und „Jetzt trink ma no a Flascherl Wein“.

Ein gemeinsam gesungenes Portporie (Sopran, Tenor, Chor und Klavier), aus dem großem Musikfundus von Franz Schubert („Am Brunnen vor dem Tore“, „Heideröslein“ „Es soll Frühling mir künden“) ließ die Herzen der Volkslieder- und Wienfreunde höher schlagen. Bei dieser eindrucksvollen inszenierten Homage an die Stadt Wien durften natürlich die Klassiker und originellen Melodien wie „Alle maskiert“ aus der Strauß-Oper „Eine Nacht in Venedig“ oder „An der schönen blauen Donau“ und „Im Prater blühn wieder die Bäume“ nicht fehlen. Ebenso beinhaltete der abwechslungsreiche musikalisch beschwingte Reigen die jüngeren, moderneren Lieder wie „Die süßesten Früchte“, Peter Alexanders „Die kleine Kneipe“ und das „Weilst a Herz host wia a Bergwerk“ von Liedermacher Reinhard Fendrich (Sopran-Solo von Petra Moorloher).

Mit excellent dargebotenen Violineinlagen wie „Wien bleibt Wien“ von Josef Schrammel, „Wien du Stadt meiner Träume“ aber auch mit einem rassigen ungarischen Czardas begeisterte die in Oberdorfen wohnende erfolgreiche Konservatoriumsabsolventin (vier Meistertitel) Mirjam Brüllmann. Zusammen mit Christoph Greven sorgte sie vierhändig am Klavier mit der „Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß dem Jüngeren für einen weiteren Höhepunkt an diesem Abend, bei dem auch mit einem Imbiss und Getränken während der halbstündigen Pause bestens gesorgt war.

Zum Finale des trefflich gelungenen Wiener Musikabends, den die Besucher, darunter Bürgermeister Heinz Grundner, sein Stellvertreter Johann Haberstetter sowie das älteste Ehrenmitglied der Liedertafel, Maria Eiglsperger (98), mit lang anhaltendem Applaus quittierten, verabschiedete sich der Chor mit der „heimlichen österreichischen Nationalhymne“, (so Simmerl), dem „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß Vater.

Georg Brennauer

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