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Elf Familien freuen sich aufs Ridinger Christkindltragen: Diakon Christian Pastötter (l.) sowie die Organisatorinnen Anna Weber und Pia Lex bei der Vorstellung der beteiligten Familien in der Ridinger Pfarrkirche St. Georg. Viktoria Selmeier (M.) hält das Jesuskind schon einmal Probe. Mit dabei sind die Familien Lüttich, Georgakos, Daschinger, Selmeier, Anzinger, Grundler, Pichlmaier, Lechner, Ertl, Angermaier und Lex. 

Besonderer Brauch in der Gemeinde Fraunberg

Christkindltragen in Riding: Der kleine Jesus geht auf Wanderung

Für die Weihnachtszeit 2018 haben sich Kirchenpflegerin Anna Weber und Pfarrgemeinderatsmitglied Pia Lex aus der Pfarrei Riding etwas Besonderes einfallen lassen und den alten Brauch des Christkindltragens wieder ins Leben gerufen. Nach dem Erfolg bei der Premiere steht der Brauch dieses Jahr zum zweiten Mal auf dem Programm.

Riding – Die Christkindfigur, die an Heiligabend in die Krippe der Pfarrkirche gelegt wird, wird danach von Familien jeweils für eine Nacht aufgenommen. Erinnernd an die Herbergssuche zur Zeit von Jesu Geburt, gibt es mancherorts den Brauch, in der Adventszeit die Muttergottes von Haus zu Haus zu tragen. Verschiedene Familien nehmen dabei Maria für eine Nacht auf. Am Abend versammeln sie sich dann um Maria zum Gebet und Gespräch.

In ähnlicher Weise ist auch das Ridinger Christkind unterwegs und bekommt zur Weihnachtszeit in verschiedenen Häusern für kurze Zeit eine Herberge. Die Kinder freuen sich, das Jesuskind einen Tag und eine Nacht bei sich zu haben. Sie können ihm ihr Haus, ihre Umgebung und ihre Lieblingsorte zeigen. Sie können es in den Arm nehmen, mit ihm sprechen und spielen. Somit wird insbesondere für Kinder die Stelle des Evangeliums „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ konkret erfahrbar.

Dieses Jahr macht sich das Jesuskind am ersten Weihnachtsfeiertag auf den Weg zu elf Familien der Pfarrei, bevor es von den Kindern am Dreikönigstag im Rahmen eines Familiengottesdienstes wieder an seinen angestammten Platz in die Pfarrkirche von Riding zurückgebracht wird. Mit im Gepäck hat das Christkind sein Tagebuch, in das jede Familie die gemeinsamen Erlebnisse während des Besuchs, aber auch Wünsche und Bitten eintragen kann.

Das Tagebuch erzählt dann von der zurückliegenden Reise des Christkinds, etwa dass das Jesuskind von jeder Familie bereits sehnsüchtig erwartet worden ist und ihm von den Kindern bereits liebevoll ein Bettchen hergerichtet wurde. Außerdem, dass es frische Windeln bekommen hat, gestillt wurde, den Kindern beim spielen zugeschaut und eine Ausfahrt im Puppenwagen unternommen hat. Es durfte einen Ausflug in den Kuhstall machen und den Jahreswechsel mitfeiern.

Die Familien wünschen sich derweil vom Christkind Gesundheit und seinen besonderen Schutz, aber vor allem, dass es beim nächsten Weihnachtsfest wieder zu Besuch kommt. Der Abschied fiel den Kindern im Vorjahr schwer, doch umso schöner ist es, dass das Jesuskind auch heuer vorbeikommt.

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