Deutliche Spuren hinterlassen Biber an Bäumen entlang der Goldach. Die Gemeinde will handeln. Foto: Weingartner

Angenagte Bäume

Biber wütet an der Goldach

St. Wolfgang – „Massive Probleme“ bereiten Biber in der Gemeinde St. Wolfgang an der Goldach. Das hat Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) im Gemeinderat berichtet.

Das Treiben des Nagers bestätigten auch Magdalena Wandinger-Strauß (FW) und Anton Schneider (CSU). Inzwischen hat die Gemeinde auch einen Biber-Berater des Landratsamtes eingeschaltet.

Die Spuren des Bibers seien an der Goldach vor allem zwischen ehemaligen TSV-Sportplatz flussabwärts bis Kleinschwindau zu beobachten. Auf Höhe des „Fischer-Wirt“ in Kleinschwindau habe der Biber „gewütet“, wusste Wandinger-Strauß. Ein Baum liege dort quer über die Goldach. Schneider wollte wissen, wer haftbar sei, wenn ein vom Biber angenagter Baum plötzlich umfalle und es möglicherweise zum Personenschaden komme. Das sei am Fußweg entlang der Goldach vom TSV-Sportplatz bis Kleinschwindau nicht ausgeschlossen. Den Grundstücksbesitzer könne man „nicht haftbar machen“, meinte Schneider.

Ein Unfallrisiko sei nicht auszuschließen, sagte Verwaltungsleiter Christian Miksch. Grundsätzlich sei für die Goldach und den Gehweg daneben die Gemeinde verkehrssicherungspflichtig. Man könne aber nicht einfach den Bauhof losschicken, um angenagte Bäume zu fällen, die auf Privatgrund stehen.

Es soll nun zwischen Kommune und Grundeigentümern geklärt werden, wer vom Biber gefährlich angenagte Bäume fällt. Offen blieb, wer die Gefährdung durch den oder inzwischen die Nager kontrolliert. Der Biber ist streng geschützt. Es gelten Störungs- und Tötungsverbote. In Bayern wurde ein Bibermanagement-Konzept entwickelt. Damit sollen Konflikte mit präventiven Maßnahmen verhindert oder entstandene Konflikte durch Akzeptanzmaßnahmen abgemildert werden. In der Praxis soll die Umsetzung dieses Konzepts durch die Biberberater erfolgen.  prä

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