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Vier Echthaar-Perücken lassen sich mit den 2000 Euro erstellen, die (v. l.) Christian Weber, Peter Maier, Josef Jell, Stefan Kräutler, Sebastian Kräutler, Christian Rott und Markus Kunzendorf (r.) an Martin Schneider (2. v. r.) übergaben. 

Spende von Nurmana an Verein Haarfee

2000 Euro für neuen Lebensmut

Die Sänger von Nurmana sammelten in zwei Konzerten 2000 Euro, die sie nun an den Verein Haarfee spendeten. Dieser fertigt Perücken aus Echthaar, vor allem für Menschen nach einer Krebserkrankung.

Grünbach – Einen Scheck über 2000 Euro hat das Männer-Vocal-Ensemble Nurmana aus Inning am Holz im Bräustüberl Grünbach an den Verein Haarfee aus Österreich überreicht. Damit hilft der A-Capella-Chor einer Institution, die vor allem krebskranken Kindern mit Echthaar-Perücken wieder neuen Lebensmut gibt. „Wir singen von Puccini bis Rammstein fast alles“, umschreibt Christian Rott aus Ottering, Chef der Sänger, das Lieder-Spektrum, mit dem er und fünf Kollegen seit 2012 auftreten: Josef Jell und Stefan Kräutler (beide aus Inning), Peter Maier (Taufkirchen), Markus Kunzendorf (Wartenberg) und Christian Weber (Kirchberg). In ihrem Repertoire finden sich Schlager wie „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens genauso wie Volkslieder, aber auch Hits von den Beatles, von Queen oder von den Comedian Harmonists.

Nurmana treten in Kirchen auf, in Wirtshäusern oder in Stadthallen und erfreuen Musik-Fans durch ihre „außergewöhnliche Fähigkeit im Bereich der vokalen Tonerzeugung“, wie sie auf ihrer Homepage werben. Dabei haben sie in zwei Konzerten in Inning und Wartenberg immerhin 2000 Euro ersungen, die sie jetzt für einen wohltätigen Zweck spendeten.

Stefan Kräutlers Sohn Sebastian hatte vor einem Jahr auf einer Party von der Organisation Haarfee erfahren. Diesem Verein, vom israelischen Friseurmeister Yochai Mevorach aus Wien gegründet, gehören derzeit rund 100 Partner-Salons in Österreich, der Schweiz und Deutschland an. Sie alle sammeln Echthaar, „das mindestens 40 Zentimeter lang und gesund sein sollte“, wie Martin Schneider aus München berichtet. Er ist Botschafter des Vereins hierzulande und Freund von Mevorach. Aus diesem Haar fertigen dann kundige Hände in mühevoller Kleinarbeit – aus immerhin rund 90 000 Haaren – Perücken für Menschen mit Haarproblemen, meist nach einer Krebserkrankung. „Diese neue Kopfbedeckung wird den Patienten individuell schon im Krankenhaus angepasst“, so Schneider, „und damit können sie wieder mit normalem Aussehen in ihren Alltag zurückkehren“. Rund 40 Kranken konnte auf diese Weise schon geholfen werden. Mit dem von Nurmana gestifteten Betrag lassen sich immerhin vier weitere Perücken erstellen. (Friedbert Holz)

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