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Fleißig arbeiteten die Bockhorner Erstklässer beim Honigmachen in der Gruckinger Honigschmiede Haindl mit. Lehrerin Friederike von Fraunberg (r.) und Anneliese Haindl (vorne) halfen den Schülern.  

Grundschule Bockhorn 

34 kleine Imker im Einsatz

Am Ende floss das süße Gold aus einem Hahn durch ein Sieb in einen Eimer. Die 34 Erstklässler der Grundschule Bockhorn staunten nicht schlecht bei diesem krönenden Abschluss ihres Besuchs in der Hobby-Imkerei Haindl in Grucking.

Bockhorn/Grucking – Sebastian Haindl sen. hatte den Schülern zuvor das Bienenhaus gezeigt und sie bei der Honigherstellung mithelfen lassen. Mit einer Spezialgabel entfernten die Mädchen und Buben den dünnen Wachsdeckel von den vollen, drei Kilo schweren Honigwaben. Die Bienen hatten so die Honigzellen verschlossen. Haindl steckte anschließend die Waben in eine Honigschleuder, in der sich bei rasanter Geschwindigkeit der Honig aus den Waben löste. Und der Rentner brauchte nur noch den Hahn aufzudrehen.

Auch vom selbst gebauten Bienenhaus waren die Kinder begeistert. „Das ist aber riesig, ein richtiges Bienenhotel“, sagte ein Schüler. Haindl erklärte: „Im Bienenhaus sind 18 Völker untergebracht, jeweils etwa 20 000 Bienen mit einer Königin, um die ich mich kümmere.“ Die Königin lege täglich bis zu 200 Eier. Im Winter ernähren sich die Bienen von ihrem Honigvorrat, berichtete der Imker, der sich schon seit 17 Jahren um seine Bienen kümmert. „Schon mein Vater hatte früher Bienen“, erzählte er.

„Uns ist es wichtig, dass die Kinder sehen, dass der Honig nicht aus dem Supermarkt kommt, sondern ein wertvolles, gesundes Naturprodukt ist“, erklärte Friederike von Fraunberg, Rektorin und Klassenleiterin der 1a. Bienen und Imker würden durch die Bestäubung der Blüten einen unverzichtbaren Beitrag für eine lebenswerte Umwelt und das Funktionieren der Landwirtschaft leisten, erläuterte Haindl.

Doch die Bienen haben mit der Varroamilbe einen großen Feind, der mit natürlicher Ameisensäure behandelt werden kann. Aber auch Pestizide seien eine Gefahr für die Bienen – insbesondere das heimtückische Gift des Unkrautvernichters Glyphosat, welches von Landwirten ausgebracht werde. „Wenn die Bienen damit in Kontakt kommen, verlieren sie die Orientierung und sterben“, sagte Haindl. 

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