Gemeinderat Bockhorn

„Der Adlerhorst gehört lange weggerissen“

Bockhorn – Die Tage des Adlerhorsts in Grünbach sind wohl gezählt. Das länger leer stehende Gebäude soll abgerissen werden.

Die Gemeinderäte von Bockhorn sind sich einig: Das Adlerhorst-Gebäude muss weg. Auch wenn in der Gemeinderatssitzung diesbezüglich noch kein Beschluss gefallen ist, so bekam Bürgermeister Hans Schreiner doch von allen Seiten Grünes Licht, den Abriss in die Wege zu leiten.

Stein des Anstoßes war ein Antrag der Grünbacher Liste gewesen, der von der CSU unterstützt wurde, und demzufolge ein Kindergarten auf dem Areal realisiert werden soll (wir berichteten). Ob das allerdings so kommt, ist noch offen, denn es ist weiterhin nicht ganz klar, wie groß der Bedarf an Kindergartenplätzen tatsächlich ist. Eine ganze Reihe von Gemeinderäten wollte diese Zahlen erst einmal sehen. In der Diskussion kam, ebenfalls von etlichen Räten, der Vorschlag auf den Tisch, die Krippe in Grünbach anzusiedeln und den Kindergarten in Bockhorn entsprechend zu vergrößern. Das könnte wirtschaftlicher sein, auch vom Betrieb her.

Hintergrund ist, dass die Grünbacher Liste öffentliche Infrastrukturen in Grünbach sehen möchte. Der Ort ist etwa so groß wie Bockhorn, aber schon Judith Praxenthaler vom Planungsverband sieht für die anstehende Fortschreibung des Flächennutzungsplans (Bericht folgt) die Entwicklungsschwerpunkte in Bockhorn.

Vor allem Walter John wandte sich scharf gegen Überlegungen, nach einem Abriss dort Wohnbebauung zu realisieren. Dabei stand die Notwendigkeit, im Bereich der Kinderbetreuung etwas zu unternehmen, nie außer Frage. Anton Lechner etwa meinte: „Wir können nicht erst mit dem Planen anfangen, wenn wir 15 Kinder weiterschicken müssen.“

Peter Brenninger wollte erst das Baufeld frei haben: „Der Adlerhorst gehört schon lange weggerissen, weil er bloß Geld kostet.“ Er war aber der, der sich dort auch Wohnbebauung vorstellen könnte, und beharrte bezüglich Kindergarten darauf: „Für mich gehört das in die Mitte und zusammen.“ Christine Westermaier sah noch mehr Bedarf, der weit über einen Kindergarten hinaus geht. „Die Bockhörnchen sind auch nicht glücklich untergebracht“, erinnerte sie und regte an, etwas für die Jugend im Ort zu tun. Man solle sich über ein Gesamtkonzept Gedanken machen.

Beschlossen wurde in der Sitzung zwar erst einmal gar nichts. Aber der Auftrag an die Verwaltung, die Zahlen über den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu ermitteln, war klar.

Klaus Kuhn

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