Nach Messer-Mord in Neuhausen: Polizei sucht diese zwei Männer

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Gefährliche Strecke: Zum Schulbus geht es für die Kinder in Haselbach an der viel befahrenen ED 27 entlang. Ein Gehweg könnte ihnen mehr Sicherheit ermöglichen.

An der Kreisstraße in Haselbach

Gehweg soll weitere Unfälle verhindern

Der Gemeinderat in Bockhorn diskutiert über einen neuen Gehweg an der Kreisstraße.

Bockhorn – Wer in Haselbach auf der Kreisstraße ED 27 spaziert oder zur dortigen Bushaltestelle möchte, lebt gefährlich: In dem kleinen Weiler mit seinen rund 30 Einwohnern gibt es keinen Gehweg. Nun soll der Gemeinderat in seiner morgigen Sitzung (19 Uhr) über den möglichen Bau eines solchen Wegs befinden, ein Planungsauftrag soll vergeben werden.

CSU-Gemeinderat Bernhard Stein, der jeden Tag aus Maierklopfen kommend mit seinem Auto den Weiler passiert, ist die Situation schon seit langem ein Dorn im Auge. „Hier leben einige Familien mit schulpflichtigen Kindern. Die werden jeden Morgen mit dem Bus abgeholt, haben aber keine Möglichkeit, sicher auf diesen zu warten und an der Straße entlang zu gehen.“ Daher plädiert Stein, selbst Familienvater, für einen Gehweg auf der linken Straßenseite, von Bockhorn aus gesehen. „Wie ein etwa ein Meter breiter Gehweg dort angelegt werden könnte, zwischen Straße und dem Bach, müssten sich Experten eines Ingenieurbüros überlegen. Doch irgendetwas muss hier geschehen, für die Sicherheit aller Anwohner.“

Im Vorjahr sei es bereits zu einem Unfall in der Nähe der Haltestelle gekommen, ein Mädchen sei verletzt worden. „Der verantwortungslose Unfallfahrer hat nicht einmal angehalten. Die Polizei ermittelt noch“, sagt Stein. Tatsächlich, das zeigt ein Ortstermin, hält sich kaum ein Autofahrer an das vorgeschriebene Tempolimit von 70 km/h. „Manche“, so Stein, „fahren hier rasend schnell durch, ohne Bewusstsein dafür, dass hier eventuell Menschen entlang gehen oder sogar die Straße queren“.

Heinz Schoder, Geschäftsleiter der Verwaltung im Rathaus, sagt, dass dort „öfters geblitzt“ werde, der Verlauf der Straße verleite vielleicht zu höherem Tempo. Er ist skeptisch, ob sich eine bauliche Lösung leicht realisieren lässt: „Der Graben dort wäre nicht einfach mit Rohren zu versehen. Außerdem sind die Grundstücks-Fragen nicht geklärt“.

Zwar handelt es sich bei der ED27 um eine Kreisstraße, doch der Landkreis, betonen Stein und Schoder, „baut und bezahlt uns keinen Gehweg hier“. Deshalb sind Mittel im Bockhorner Haushalt vorgesehen. Jetzt ist es Sache des Gemeinderats, die Planung zu vergeben und den Bau voranzutreiben. Bevor wieder ein Kind angefahren wird oder gar noch Schlimmeres passiert.  

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