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Trio in der Verantwortung: Neumitglied Christian Lange (Bücherwart), Vorsitzender und 2. Kassier Rudolf Müller sowie 2. Vorsitzender und 2. Schriftführer Reinhard Huber.

Jahreshauptversammlung Aquaterra

Aquarium-Freunde werden zu Einzelkämpfern

Resignation war in der Stimme von Reinhard Huber in der Jahreshauptversammlung des Vereins Aquaterra zu hören: „Wir werden immer mehr zu Einzelkämpfern“, sagte der 2. Vorsitzende im Gasthaus Bauer in Kirchasch.

Kirchasch – 36 Mitglieder kümmern sich um Hege und Zucht von Fischen und Tieren in Aquarien und Terrarien, veranstalten monatlich eine Zierfisch- und Pflanzentauschbörse. Sie vermissen aber den Nachwuchs.

Die Sorge um jüngere Aquarianer und Terrarier beschäftigte die wenigen Mitglieder, die zur Versammlung gekommen waren, sehr. Sie geben sich nach eigener Darstellung viel Mühe, um bei ihrer Börse stets interessante Fische und Pflanzen anzubieten. Doch das Interesse der Besucher habe abgenommen oder sei oft mit völlig falschen Erwartungen verbunden. Huber: „Gerade bei der Teichbörse, wo Fische für Gewässer im Freien angeboten werden, wollen potenzielle Kunden mehr als nur Goldfische sehen. Doch wir können keine Koi-Karpfen züchten, dafür wären sehr große Wasserbecken notwendig.“ Heimische Fische wie Stichlinge seien kaum zu bekommen, „und manche Leute kaufen Fische nur als Mittel gegen Mücken im Garten“.

Der Verein sei mit seinen Mitgliedern fachlich sehr gut aufgestellt, ergänzte Rudolf Müller aus Erding, Vorsitzender und Verantwortlicher für die Börse in Personalunion. Allerdings müsse er sich demnächst selbst aus einigen Aufgaben zurückziehen, denn er ziehe nach Simbach, „ins Outback“. Auch er erwartet immer mehr Vereinsaustritte, und so empfahl er der Versammlung, eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags vorerst aufzuschieben.

Dabei könnte man, wie Kassier Franz Brandhofer aus Kirchasch darlegte, Geld gut brauchen. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein Minus von 200 Euro erwirtschaftet, 2018 gerade einmal 370 Euro eingenommen.“ Das Vereinsvermögen bezifferte er mit 9000 Euro. Dennoch bescheinigte ihm Revisor Johann Ferstl aus Erding eine akkurate Kassenführung.

Schließlich stand turnusgemäß die Wahl des zweiten Schriftführers sowie des zweiten Kassiers an. Diese Ämter begleiten zusätzlich zu ihren bisherigen Funktionen nun Huber und Müller. Neumitglied Christian Lange aus Moosinning wurde zum Bücherwart berufen.  fez

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