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Eine zielstrebige Entwicklung bescheinigte Hartwig Sattelmair (2. v. r.) der Künstlerin Karin Simeth (4. v. r.). Bürgermeister Lorenz Angermaier begrüßte die Gäste. 

Ausstellung im Rathaus

Experimentelle Aquarelle

Durch fröhliche Farben und Formen lässt Malerin Karin Simeth ihrer Fantasie freien Lauf. Ihre Werke stellt sie derzeit im Rathaus Bockhorn aus.

Bockhorn – Farbenfrohe Werke außergewöhnlicher Art präsentiert die Künstlerin Karin Simeth aus Emling im Gemeindehaus Bockhorn. Der Besucher sieht in erster Linie Bilder auf Leinwand in Mixed Media und wird auch von experimentellen Aquarellbildern überrascht. Alles ist farbenfroh und intuitiv ineinander verwoben.

Man sieht unter anderem Frauengesichter, Seesterne, Kraken, Felsentreppen, Farblabyrinthe sowie Darstellungen, die an Bilder von Hundertwasser erinnern. Es gibt nicht viel, vor dem die Künstlerin Halt macht. Sie lässt ihre Fantasie durch Farben und Formen auf dem Malgrund explodieren.

Zu den Exponaten gehören auch hübsch bemalte Kubusse, Steine und Skulpturen, deren außergewöhnlicher Wirkung sich der Betrachter nicht entziehen kann. „Die Inspiration ist im täglichen Leben mein hautnaher Begleiter. Da liegt ein Stein beim Spaziergang vor den Füßen, da sieht man ein Foto, da ist ein Gefühl. Fast alles findet einen Weg und eine Umsetzung in meinen Bildern und Werken,“ sagte die Ausstellerin.

Auch bemalte Gitarren präsentierte Simeth zur Ausstellungseröffnung. Ihr 15-jähriger Sohn Sandro, der zur Vernissage mit Klaviermusik aufspielte, ist leidenschaftlicher Musiker (Gitarre, Klavier, Akkordeon) und befasst sich seit geraumer Zeit mit dem Selbstbau von E-Gitarren. „Da Selbige dann unbedingt nach einem poppigen Outfit verlangen, habe ich mich auch auf dieses ungewöhnliche ,Untergrund-Pflaster’ gewagt, um diesen Instrumenten einen farbigen Anstrich zu verpassen,“ sagte Simeth.

Der nächste Ideen-Pool stehe bei ihr schon „in den Startlöchern“. Einige Werke sind bereits vollendet und warten noch auf mehr Gesellschaft und das dazu passende Ausstellungsambiente.

„Wenn alles klappt, wird 2018 eine neue Ausstellung fällig mit vielen tollen Ideen, mit viel Musik und hoffentlich in den passenden Räumlichkeiten,“ sagte die Künstlerin.

Zur Vernissage hatte Zweiter Bürgermeister Lorenz Angermaier die Gäste begrüßt. Kreisheimatpfleger Hartwig Sattelmair bescheinigte der Ausstellerin eine zielstrebige Entwicklung. Die Künstlerin konzentriere sich folgerichtig auf wesentliche Themen und lasse diese durch interessante Formen und ansprechende Farben dem Betrachter zur Freude werden. Die Malerin habe der Versuchung widerstanden, in die totale Abstraktion zu gehen und habe eine persönliche Handschrift entwickelt, sodass man die Exponate als „echte Werke von Karin Simeth“ erkenne. „Ihr künstlerischer Weg ist noch lange nicht zu Ende“, sagte Sattelmair.

Für die Malerei interessiert sich Simeth seit ihrer Kindheit. 1991 begann die Faszination fürs Aquarellmalen und sie besuchte eine Malgruppe bei der Künstlerin Elisabeth Lex. Vier Jahre später machte sie bei einer Kollektivausstellung der Malgruppe im Frauenkircherl mit. Es folgten etliche Weiterbildungskurse und zahlreiche Ausstellungen. Ihr Wissen und Können vermittelt Simeth seit 2002 als Dozentin an der Volkshochschule Erding.

Die Ausstellung

ist bis 6. November von Montag bis Donnerstag, 8 bis 12 Uhr, sowie Mittwoch, 14 bis 18 Uhr, zu begutachten.

Von Peter Bauersachs

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